Alltagspoesie, oder?

Mit der Feder über das Papier zu gleiten,

erinnert meist an andere Zeiten-

jedoch, die Freude, die dem Schreiben innewohnt,

ist heute wo? so gänzlich smart-gephonet?

Nun ja, will den Fortschritt nicht verderben,

bloß für die Lust am Schreiben werben!

Sich Zeit zu nehmen, ganz für sich,

der Stille folgend, willentlich,

dem Papier auch seine Handschrift schenken,

ohne jemals zu  bedenken,

ob das, was ich jetzt sende,

nicht auch irgendwo am anderen Ende,

in einem Datenaustauschpool dann mündet,

und der Konsumwelt dann verkündet,

was denn dann aus dem Profil,

gefiltert und verwertet-ein jeder will?

So eine Kommunikation auf Schienen,

kann doch nicht dem Menschen dienen?

Es braucht doch mehr noch eigene Worte,

gesagt, geschrieben und vor Orte!

Und im Übrigen, bin ich für mehr Alltagspoesie!

Raum der Stille und der Kreativität

…….wenn es nur einmal so ganz still wäre……

Dieser Satz auf dem neuen GEA Magazin hat mich zutiefst berührt und angeregt, ein paar Sätze dazu zu schreiben. STILLE, wer kennt das von uns? Wenige, so glaube ich. Und gerade in der stillsten Zeit des Jahres setzt ein unglaublicher Lärm ein, der begleitet wird von einem Schauplatz an Kuriositäten. Jeder verfügbare Platz wird zum Marktplatz.Ein Sammelsurium an kaum lebensnotwendigen Dingen, ein Überangebot an Essen und Trinken. Eine Zeit, die an Besinnliches erinnern sollte, wird zum Tummelplatz einer Gesellschaft, die alles hat, nur eines nicht. Zeit für STILLE. Warum tolerieren wir länger diese Aufdringlichkeit, die uns “ Vorfreude“ vorgaukelt und eigentlich  nur den schalen Geschmack einer Ereignislosigkeit und Überflüssigkeit hinterlässt.

Ich wünsche mir eine Stille, die das wieder in uns weckt, das Martin Kämpchen nicht treffender hätte beschreiben können, wenn er meint: “ Einfachheit soll das Leben der Menschen nicht reduzieren. Ganz im Gegenteil: Einfachheit soll das Leben befreien und offen sein für die Fülle des Wesentlichen.“ Danke an diese schönen Worte und an Heini Staudinger, der diese Gabe besitzt, „Wesentlich“ zu leben und zu bleiben, trotz widriger Umstände.

Diese Wesentlichkeit in uns lässt  wieder zu, schafft Vertrauen und bringt uns wieder ein Stück voran. Dieser Fortschritt, ist einer, der uns und auch unser Seelenleben nährt. In uns ruhen. Still und dankbar zu sein. Zumindest manchmal.

Willkommen im Advent!