217 Treffer in der Berufswahl, oder: Die Sensibilät über die Realität am Arbeitsmarkt!

Was nun?

Ein Berufsinteressentest der AK Oberösterreich hat mir 217 Berufe attestiert. Zuerst war ich tief beeindruckt, ob der Auswahl, aber dann wurde ich auch etwas stutzig. Aktuell übe ich drei Berufe aus, aber  keiner davon ist in diesem Test enthalten. HHHMM? Bin ich jetzt fehl am Platz?, übe ich die falschen Berufe aus?, oder  arbeite ich entgegen meiner Fähigkeiten, Neigungen und Interessen?

Tatsache ist, dass ich das, was ich tue, gerne mache, wenn auch der Weg dahin nicht immer geebnet war, und ich wahrscheinlich nicht immer einer „als konventionell geltenden beruflichen Laufbahn“ gefolgt bin. Aber gibt es eine solche denn überhaupt noch?

Warum ich mich mit diesem Thema gerade beschäftige, ist mein erst jüngst und neu erworbener Job als Trainerin in einer Jugendwerkstatt. Hier liegt meine Aufgabe darin, Jugendliche auf den Arbeitsmarkt vor zu bereiten. Keine einfache Aufgabe. Muss ich zugeben.

Interessen, Neigungen, Talente, all das wird ausgelotet. Da gibt es ganz viele Potentiale, ja. Allerdings solche, die sich im Laufe der vergangenen Schuljahre nicht wirklich entfalten konnten. Was in den meisten Fällen bleibt, ist ein Querschnitt an schulischer Mittelmäßigkeit (wenn überhaupt) , der sich mit dem sozialen Hintergrund (meist defizitär) vermengt, und letztendlich immer zu einem unzureichenden, nicht zufrieden stellenden Output  führt, die doch so viel in sich tragen. Immer noch. Was dann?

Ich habe mit meinen Teilnehmern auch diesen Berufsinterssentest gemacht. Sie konnten damit nichts anfangen, zu recht. Sie wurden alle nicht auf das Leben vorbereitet. Schule wird  bis dato genauso abstrakt gelehrt, wie ein generierter Test Ergebnisse ausspuckt, der zu einer Berufswahl rät.

Ich bin manchmal ratlos. Die Schere zwischen Bildung und realer Forderung am Arbeitsmarkt klafft inzwischen so auseinender, dass es andere Lösungen braucht. Ich wünsche mir ein mehr an persönlicher, politischer Bildung, und eine konkretere Sicht, als eine 217 Treffer Sicht am Arbeitsmarkt.

Manchmal bin ich wütend, ob des Systems. Ich sehe junge Menschen, die straucheln, weil ihnen im System kein Platz geboten wird. Dann bin ich wieder wütend, weil das System von jenen so schamlos ausgenützt wird. Und dann besinne ich mich, und ich sehe sie alle, als die Jugendlichen, die dort sind, wo sie sind. Als Symptomträger des Systems.

Ab da fängt meine Arbeit wieder an. Ich liebe sie.

Soviel: zum Thema Berufswahl und Realität am Arbeitsmarkt

Einfach Glück;)

Denn Herr Rossi sucht das Glück,                                                                                  sucht man es, so fehlt ein Stück,                                                                                           ja, es fehlt ein Stück vom Glück.

Ja Herr Rossi hat’nen Wunsch,                                                                                            Eis vom Nordpol flambiert mit Punsch, eine Schokoladenburg,                                              3 Stück Kuchen, 6 Kaffee, 20 Törtchen und nen Tee-                                                           was noch, was noch, was noch?usw……………………………..

rossi

 

 

 

Viele können sich vielleicht an die Serie der 70iger Jahre erinnern. Wir alle suchen immer nach der Lebensweise, die auf Glück und Zufriedenheit basiert. Erst kürzlich hatte ich mit einigen Leuten ein Gespräch darüber. Wir waren uns insofern einig, dass die Suche im Außen wohl einen Trugschluss darstellen muss. Was bleibt dann? Die Suche im Innen? Ist das der Weg zur Glückseeligkeit, oder ist das auch eine Suche, die nur bedingt das hält, was es zu versprechen scheint? Viele Methoden deuten darauf hin, dass das genaue Ergründen unserer Sehnsüchte und dem Streben nach Glück, Arbeit an und für sich darstellt.

Byron Katie, mag für viele ein Begriff sein. Ihr Weg zu einem befreiten Leben: „The Work“ setzt sich mit den wesentlichen Fragen im Leben auseinander. Ich kenne ihre Vorgangsweise zu wenig, um darüber zu schreiben, aber es mag wohl ein Werkzeug sein, um an der Basis zu „arbeiten“. Wenn ich bei der Feststellung bleibe, dass ich nicht im Außen Antworten finden kann, dann gibt es vielleicht etwas, dass ganz einfach da ist, und ich übersehe die Möglichkeit im Sein? Eine Frage, die es sich lohnt gestellt zu werden, da sie für mich einen anderen Zugang schafft.

Rene Egli, Betriebswirt und Ökonom, vertritt in seinem Prinzip die Ansicht, dass unser Denken unsere Welt bestimmt. Alles liegt einem Naturgesetz zugrunde. Energie. Wir schaffen unsere Realität durch unser Denken. Das wiederum ermöglicht Handeln. Und Handeln zielt immer auf etwas Bestimmtes. Ein für mich sehr logische und spannende Gegenüberstellung. Aber liegt hier nicht auch die Gefahr, dass die Eigenmacht des Handelns den Druck des Erfolges erhöht und kein Scheitern mehr zulässt?

Die Tatsache, dass sowohl der Fragestellung als auch der bewussten Denkweise,  persönliche Einflussnahme zugrunde liegt, lässt hoffen, dass diese Vorgehensweisen auch mit Wahlfreiheit ausgestattet sind.

In unserer sehr dualistisch konditionierten Denkweise, entsteht durch die Trennung von: ich will, aber……ich kann, aber……ich soll, aber………..ich muss, aber……immer ein Konflikt zwischen Verstand und Herz, zwischen Hier und Jetzt.  Der Verstand denkt und lenkt. Aber er hat keine Wahlfreiheit. Das Herz hingegen kennt diese Trennung nicht. Es kategorisiert nicht, es urteilt nicht. Das Herz hat keine Urteilskraft, es strebt nach Einheit und es fühlt. Denken zu können was wir von Herzen wollen. Darin, so glaube ich,  sind wir uns Menschen alle gar nicht einmal mehr so fremd.

Vielleicht leben wir manchmal alle zu sehr im Außen. Vielleicht auch nicht. Aus kunsttherapeutischer Sicht, kann ich immer wieder feststellen, wie bedeutend es ist, auch introspektiv, das Leben zu betrachten.

Aktiv-fragend-denkend!

Ein Mann kam zu Buddha und sagte:                                                                                   „Ich möchte glücklich sein.“                                                                                                    Buddha sagte:“ Streiche das ,Ich‘, es steht für unser Ego                                                      und hindert uns am Glück.                                                                                                      Dann streiche das ,möchte‘, es steht für unser Begehren,                                                 auch das hindert uns am Glück.                                                                                               Übrig bleibt:, glücklich sein‘              

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