Schütteln

Ich hätte gerade so sehr viel mehr zu sagen, und dann, dann verschlägt es mir die Worte/ Sprache. Darum  möchte ich einen Vers meines sehr hoch verehrten Herrn Eugen Roth hier vorne anstellen, da es mich in den letzten Tagen immer wieder so sehr geschüttelt hat. Es ist leider anlassbezogen. Hierbei finde ich den letzten Satz des Verses als einen der gelungensten und treffendsten Aussagen überhaupt.

Eugen Roth: „Schütteln“

„Auf Flaschen steht bei flüssigen Mitteln, man müsste vor Gebrauch sie schütteln. Und dies begreifen wir denn auch- denn zwecklos ist es nach Gebrauch. Auch Menschen gibt es ganz verstockte, wo es uns immer wieder lockte, sie herzhaft hin-und her zu schwenken- in Fluss zu bringen so ihr Denken. Ja, sie zu schütteln voller Wut. Doch lohnt sich nicht, dass das man tut. Man lass sie stehen an ihrem Platz samt ihrem trüben Bodenschatz!“

Man gibt ihnen jetzt die Orte, verleiht ihnen Gehör für Worte, die keiner hören will. Doch dann schweigt man still, weil, man hat es nicht gehört, war nicht ganz so noch empört. Man schaut nicht hin. Und die Empörung wird gestillt. Ja sehr beschwichtigt. Es ist ja alles nicht so wild. Ja nichtig. Udo, ein Opfer. Man opfert ihn. Der Böse. So ein Getöse, so ein Wind. Ein böser Bube. Wollte auch ganz vorne sein. Alles ist gut. Nicht so schlimm. Es tagt der Ball, es wird gesungen. Heldenplatz, das ist das ist das Ziel, errungen haben sie ganz viel!

Lassen wir sie doch endlich alle dort stehen mit ihrem trüben Bodensatz und geben ihnen nicht die geringste Chance zu agieren.

 

„Tags“ oder ein „Tag mit Schlagwörtern“

……von „A“ wie Achtsamkeit bis „Z“ wie Zeit

„Achtsamkeit“ an der Spitze des Alphabetes, wie „Zeit“ am Ende der Buchstabenfolge, hat mich erst kürzlich wieder einmal zum Schmunzeln gebracht.                                         Als ich begonnen habe meinen Blog zu schreiben, waren Tags nicht wirklich Teil meines Lebens.

Wenn ich sie jetzt lese, dann liest sich das wie eine kleine Geschichte, die sich zwar nur aus Begriffen zusammensetzt, aber im Endeffekt einen kleinen Wegweiser darstellen. Einen Wegweiser, der mich immer wieder zu den Themen und Auseinandersetzungen geführt hat, die mir wichtig waren und immer noch wichtig sind. Darum finde ich den Begriff „Tag“. aus dem linguistischen Wortschatz der Informatik auch treffender als „Schlagwörter“, da die Übersetzung von „Tag“ (aus dem Engl.dafür :Etikett, Mal, Auszeichen) für mich, den Sinn eines Datenbestandes mit zusätzlichen Informationen umschreibt.

Schlagwort hingegen, (ein Begriff der Sprachwissenschaften) klingt nicht nur bedrohlicher, sondern, wird auch als Ausdruck oder Spruch bezeichnet, der durch besondere Beachtung, ein mehr an Aufmerksamkeit erzeugen soll.

Eine Unterscheidung zwischen Tags und Schlagwörter, ist für mich hier, eine Unterscheidung in der Wirksamkeit und in der Auffassung. Während das Eine für Inhalt und Information steht, steht das Andere mehr für ein Mehr an Aufmerksamkeit, und manchmal für ein weniger an inhaltlichem Anspruch. Beides verfolgt das Gleiche , allerdings mit anderer Herangehensweise.

Beschäftigen wir uns mehr mit Schlagwörtern, denen wir ein mehr an Aufmerksamkeit geben, oder geben wir den Tags mehr an Aufmerksamkeit, indem wir uns inhaltlich mehr an das halten, das unserer Überzeugung und Prüfung standhält, und letztendlich ein mehr an Zeit einfordert?

Achtsamkeit und Zeit, „Tags“ im alphabetischen Zusammenhang, die eine Geschichte eingehen. Eine von A bis Z.

Hier: noch eine Geschichte aus dem Journalismus dazu:                                                https://www.fischundfleisch.at/blogs/jetzt-ich/dieser-verflixte-klick-journalismus.html

soviel zum Thema: „Tags“ oder ein Tag mit „Schlagwörtern“