Schütteln

Ich hätte gerade so sehr viel mehr zu sagen, und dann, dann verschlägt es mir die Worte/ Sprache. Darum  möchte ich einen Vers meines sehr hoch verehrten Herrn Eugen Roth hier vorne anstellen, da es mich in den letzten Tagen immer wieder so sehr geschüttelt hat. Es ist leider anlassbezogen. Hierbei finde ich den letzten Satz des Verses als einen der gelungensten und treffendsten Aussagen überhaupt.

Eugen Roth: „Schütteln“

„Auf Flaschen steht bei flüssigen Mitteln, man müsste vor Gebrauch sie schütteln. Und dies begreifen wir denn auch- denn zwecklos ist es nach Gebrauch. Auch Menschen gibt es ganz verstockte, wo es uns immer wieder lockte, sie herzhaft hin-und her zu schwenken- in Fluss zu bringen so ihr Denken. Ja, sie zu schütteln voller Wut. Doch lohnt sich nicht, dass das man tut. Man lass sie stehen an ihrem Platz samt ihrem trüben Bodensatz!“

Man gibt ihnen jetzt die Orte, verleiht ihnen Gehör für Worte, die keiner hören will. Doch dann schweigt man still, weil, man hat es nicht gehört, war nicht ganz so noch empört. Man schaut nicht hin. Und die Empörung wird gestillt. Ja sehr beschwichtigt. Es ist ja alles nicht so wild. Ja nichtig. Udo, ein Opfer. Man opfert ihn. Der Böse. So ein Getöse, so ein Wind. Ein böser Bube. Wollte auch ganz vorne sein. Alles ist gut. Nicht so schlimm. Es tagt der Ball, es wird gesungen. Heldenplatz, das ist das ist das Ziel, errungen haben sie ganz viel!

Lassen wir sie doch endlich alle dort stehen mit ihrem trüben Bodensatz und geben ihnen nicht die geringste Chance zu agieren.