Fokus auf Emotion, Mitgefühl und Güte

Aus Sicht der  neurobiologischen Forschung, habe ich hier ein interessantes Interview gefunden, in dem einer der anerkanntesten US-amerikanischen Neurobiologen, Richard Davidson, seine Begegnung mit dem Dalai Lama und dem  Wandel in seiner Forschungsarbeit beschreibt. Glücklichsein als Fertigkeit, die Ausdauer und Übung erfordert und als Motor dient, um das Leiden anderer zu mindern. Ein Neurowissenschaftlicher Schulterschluss. Und hier das Interview dazu.

U&W: Dr. Davidson, wie hat der Dalai Lama Ihre Arbeit beeinflusst?
Dr. Richard Davidson: Als ich das erste Mal den Dalai Lama getroffen habe, war das ein einschneidendes Erlebnis für mich. Bei unserer Begegnung im Jahr 1992 fragte er mich, warum ich meine neurowissenschaftliche Forschung ausschließlich auf negative Gefühle wie Angst, Depression und Panik konzentriere, statt den positiven Emotionen wie Mitgefühl und Güte auf den Grund zu gehen. Dies war ein sehr wichtiger Moment für mich und meine wissenschaftliche Arbeit, ein sogenannter ‚wake up call‘, wie wir in den USA sagen. Ich habe es als Einladung empfunden, den Fokus von nun an auf die Meditation zu legen und die diesbezüglichen Forschungsergebnisse zu veröffentlichen.

U&W: Würden Sie sich als Buddhist bezeichnen?
Davidson: Lassen Sie es mich so formulieren: Ich praktiziere Buddhismus.

„Ich praktiziere Buddhismus.“

U&W: Warum sind manche Menschen glücklich und andere, die unter vergleichbaren Bedingungen leben, nicht?
Davidson: Es gibt viele Gründe, die die Zufriedenheit bei uns Menschen beeinflussen, und dies ist auch einer meiner Forschungsschwerpunkte am ‚Center for Investigating Healthy Minds‘.
Ziemlich wahrscheinlich hat die Zufriedenheit mit der früheren Lebenserfahrung eines Menschen zu tun, aber ebenso mit genetischen Faktoren und Kindheitserlebnissen. Es gibt also eine Vielzahl von Faktoren, die Einfluss nehmen. Was wir mittlerweile aber wissen, ist, dass sich das Gehirn formen lässt und dass man gewisse Regionen im Gehirn durch Training und Verhalten verändern kann – sowohl ins Positive als auch ins Negative.

„Der Dalai Lama wollte wissen, warum wir nicht die moderne Wissenschaft dazu nutzen, positive Emotionen wie Mitgefühl und Güte zu erforschen.“

U&W: Bedeutet das, dass wir Glücklichsein lernen können?
Davidson: Ich sage immer, dass Glücklichsein eine Fertigkeit ist – genauso wie Reiten, Fahrradfahren oder Lesen. Und wie jede Fertigkeit kann man auch das Glücklichsein erlernen, trainieren und sich darin verbessern, aber auch verschlechtern.

U&W: Mit Hilfe welcher Methoden können wir uns das Glücklichsein ‚aneignen‘?
Davidson: Kontemplative Methoden sind hier sicherlich sehr hilfreich. Aus der westlichen, wissenschaftlichen Perspektive gibt es vier wichtige Faktoren, die für das Glücklichsein ausschlaggebend sind. Der erste Faktor ist, dafür zu sorgen, dass positive Erfahrungen bestehen bleiben und dass das sich daraus ergebende Glücksgefühl lange anhält. Der zweite Faktor ist die Widerstandsfähigkeit eines Menschen und die Fähigkeit, sich von Rückschlägen möglichst rasch zu erholen. Der dritte Faktor ist Großzügigkeit. Unsere Forschungen zeigen, dass gelebte Großzügigkeit genau jene Gehirnströme positiv verändert, die für das Glücklichsein verantwortlich sind. Der vierte Faktor hat mit Achtsamkeit zu tun, damit meine ich, fokussiert sein, aufmerksam sein und die Gedanken geordnet haben. Diese vier Punkte sind in neurowissenschaftlichen Studien bestens erforscht – man muss sie beachten und befolgen, um dauerhaft glücklich zu sein.

U&W: Wie lange dauert es, bis sich das Gehirn durch Meditation oder Achtsamkeitstraining verändert?
Davidson: Das hängt von der jeweiligen Person ab, aber bereits kurze Trainingsperioden können wirksam sein. Wir haben in einer Studie festgestellt, dass sich das Gehirn schon innerhalb von zwei Wochen zu verändern beginnt. Dazu haben wir Menschen beobachtet, die über einen Zeitraum von zwei Wochen täglich jeweils eine halbe Stunde Mitgefühlsmeditation praktiziert haben. Nach insgesamt sieben Stunden Meditation, verteilt über zwei Wochen, haben sich im Gehirn bereits messbare Veränderungen vollzogen. Die Frage ist allerdings, wie lange diese Veränderung anhält, wenn man die Mitgefühlsmeditation wieder einstellt. Wir gehen davon aus, dass die Veränderung nicht von Dauer ist, wenn man nicht weiter praktiziert. Nur regelmäßige Meditation und Achtsamkeitsübung kann eine dauerhafte Veränderung herbeiführen.

„Aus buddhistischer Sicht ist eines der wichtigsten Ziele im Leben, das Leiden anderer zu lindern.“

U&W: Worin sehen Sie die Vorteile der Meditation gegenüber der herkömmlichen Psychotherapie?
Davidson: Das hängt von der Art der Therapie und der Art der Meditation ab, weil sich natürlich unterschiedliche Wirkungen ergeben. Meiner Meinung nach besteht das Problem bei der Psychotherapie darin, dass die Menschen normalerweise nicht täglich einen Therapeuten aufsuchen und die Therapie auch zeitlich begrenzt ist. Meditation hingegen kann täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich über einen beliebig langen Zeitraum praktiziert werden. Es braucht einfach die Regelmäßigkeit und die zeitliche Dimension, um langfristige Veränderungen im Gehirn hervorzurufen.

U&W: Welche Meditationsform eignet sich hierfür besonders gut?
Davidson: Ich denke, es gibt verschiedene Arten von Meditation, die zu mehr Zufriedenheit führen. Sicherlich ist aber die Liebes-, Güte- und Mitgefühlsmeditation ein Weg, der sehr schnell positive Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden hat.

U&W: Ist Glücklichsein das ultimative Ziel im Leben?
Davidson: Ich glaube nicht, dass Glücklichsein das ultimative Lebensziel sein sollte, sehr wohl sollte es aber ein Nebeneffekt des ultimativen Ziels sein. Aus buddhistischer Sicht ist eines der wichtigsten Ziele im Leben, das Leiden anderer zu lindern. Dazu bedarf es Eigenschaften wie Großzügigkeit und Warmherzigkeit gegenüber unseren Mitmenschen. Und genau diese Eigenschaften helfen uns selbst dabei, glücklich zu sein. Der schnellste Weg, um glücklich zu werden, ist wahrscheinlich, wenn es uns gelingt, das Leiden anderer Menschen zu vermindern.

U&W: Haben Sie noch andere durch Meditation hervorgerufene Veränderungen beobachtet?
Davidson: Eine der wichtigsten Erkenntnisse der letzten Jahre ist, dass Körper und Gehirn in engem Zusammenhang stehen. Wenn sich das Gehirn verändert, hat das Einfluss auf den Körper und wenn sich der Körper verändert, dann verändert sich auch das Gehirn. Durch die bidirektionale Verbindung zwischen Gehirn und Körper beeinflusst die Mitgefühlsmeditation das Gehirn und das Gehirn wiederum den Körper. Überspitzt formuliert: Meditation kann die körperliche Gesundheit verbessern.

U&W: Was sind die neuesten Erkenntnisse aus Ihrer Forschungstätigkeit?
Davidson: Im letzten Jahr haben wir einiges aus dem Bereich der Epigenetik publiziert. Im Zentrum unserer Studie standen Menschen, die regelmäßig und sehr lange Meditation praktizieren. Dabei hat sich gezeigt, dass es genügt, einmalig täglich acht Stunden lang zu meditieren, um einen messbaren Effekt auf die Genexpression zu erzielen. Wir konnten bei unseren Probanden eine Reduktion der Entzündungsgene feststellen, diese Gene sind die Wurzeln für viele chronische Krankheiten.
Eine weitere Studie betraf die Mitgefühlsmeditation, die in vereinfachter Form in Vorschulen praktiziert wurde. Wir haben herausgefunden, dass die Mitgefühlsmeditation schon vier- bis fünfjährigen Kindern viele Vorteile bringt. Daraufhin haben wir ein ‚Kindness curriculum‘ entwickelt, welches jetzt in öffentlichen Schulen in den USA unterrichtet wird, und auch da haben wir signifikante Veränderungen bei den Kindern festgestellt.

„Ich denke, diese Bewegung zeigt den Menschen, dass sie die Verantwortung für ihre eigenen Gedanken tragen und selbst etwas für ihr Glück tun müssen.“

U&W: Arbeiten Sie eng mit Jon Kabat-Zinn zusammen?
Davidson: Ja klar. Meine Kollegen und ich forschen auch auf dem Gebiet der Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (Mindfulness-Based Stress Reduction – MBSR) und stehen daher im engen Kontakt mit Kabat-Zinn. Darüber hinaus ist er ein sehr enger Freund und Kollege von mir.https://www.facebook.com/pages/Jon-Kabat-Zinn/105469655215

U&W: Was sagen Sie zu der derzeitigen Happiness-Bewegung?
Davidson: Im Großen und Ganzen finde ich sie gut. Sie hat zwar etwas Kommerzielles an sich, ist aber dennoch eine gute Idee. Ich denke, diese Bewegung zeigt den Menschen, dass sie die Verantwortung für ihre eigenen Gedanken tragen und selbst etwas für ihr Glück tun müssen.

U&W: Was machen Sie, um glücklich zu sein?
Davidson: Ich meditiere täglich – das ist mir sehr wichtig. Außerdem bin ich bestrebt, dass meine tägliche Meditation in meinen Alltag einfließt und meine Großzügigkeit geübt wird.

Dr. Richard Davidson, geboren 1951. Der US-Amerikaner ist einer der weltweit bekanntesten Neurowissenschaftler, die sich mit der Auswirkung von Meditation auf das menschliche Gehirn beschäftigen. Er ist Gründer des ‚Center for Investigating Healthy Minds‘ an der Universität von Wisconsin-Madison. Vom ‚Time Magazine‘ wurde er 2006 zu den einflussreichsten Menschen der Welt gezählt.

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„Tags“ oder ein „Tag mit Schlagwörtern“

……von „A“ wie Achtsamkeit bis „Z“ wie Zeit

„Achtsamkeit“ an der Spitze des Alphabetes, wie „Zeit“ am Ende der Buchstabenfolge, hat mich erst kürzlich wieder einmal zum Schmunzeln gebracht.                                         Als ich begonnen habe meinen Blog zu schreiben, waren Tags nicht wirklich Teil meines Lebens.

Wenn ich sie jetzt lese, dann liest sich das wie eine kleine Geschichte, die sich zwar nur aus Begriffen zusammensetzt, aber im Endeffekt einen kleinen Wegweiser darstellen. Einen Wegweiser, der mich immer wieder zu den Themen und Auseinandersetzungen geführt hat, die mir wichtig waren und immer noch wichtig sind. Darum finde ich den Begriff „Tag“. aus dem linguistischen Wortschatz der Informatik auch treffender als „Schlagwörter“, da die Übersetzung von „Tag“ (aus dem Engl.dafür :Etikett, Mal, Auszeichen) für mich, den Sinn eines Datenbestandes mit zusätzlichen Informationen umschreibt.

Schlagwort hingegen, (ein Begriff der Sprachwissenschaften) klingt nicht nur bedrohlicher, sondern, wird auch als Ausdruck oder Spruch bezeichnet, der durch besondere Beachtung, ein mehr an Aufmerksamkeit erzeugen soll.

Eine Unterscheidung zwischen Tags und Schlagwörter, ist für mich hier, eine Unterscheidung in der Wirksamkeit und in der Auffassung. Während das Eine für Inhalt und Information steht, steht das Andere mehr für ein Mehr an Aufmerksamkeit, und manchmal für ein weniger an inhaltlichem Anspruch. Beides verfolgt das Gleiche , allerdings mit anderer Herangehensweise.

Beschäftigen wir uns mehr mit Schlagwörtern, denen wir ein mehr an Aufmerksamkeit geben, oder geben wir den Tags mehr an Aufmerksamkeit, indem wir uns inhaltlich mehr an das halten, das unserer Überzeugung und Prüfung standhält, und letztendlich ein mehr an Zeit einfordert?

Achtsamkeit und Zeit, „Tags“ im alphabetischen Zusammenhang, die eine Geschichte eingehen. Eine von A bis Z.

Hier: noch eine Geschichte aus dem Journalismus dazu:                                                https://www.fischundfleisch.at/blogs/jetzt-ich/dieser-verflixte-klick-journalismus.html

soviel zum Thema: „Tags“ oder ein Tag mit „Schlagwörtern“

Arno Stern: „Malen im geschlossenen Raum“( Closlieu)

Angeregt durch den Film von Erwin Wagenhofer „alphabet“, der zur Zeit im Kino läuft, möchte  ich ein paar Gedanken dazu schreiben. Nicht das Bildungssystem ist für mich das Thema, denn, ich bin fest davon überzeugt, dass dieses schon längst überholt ist und nicht den Anforderungen der Kinder gerecht wird oder vielleicht niemals wurde. Der zentrale Punkt dieses Films ist für mich das Portrait von Arno Stern und seinem „Malort“.

Arno Stern ist einer jener bemerkenswerten Menschen unserer Zeit, der im Krieg mit seinen Eltern emigriert, Zuflucht in Frankreich fand, und dort auch sein Schaffen begann. Aus seiner Tätigkeit im Waisenhaus (1946) , Kinder zu beschäftigen, entwickelte sich schlussendlich, sein „Malort“ (1949) im Pariser Stadtviertel Saint-Germains-de-Pres. Er schaffte einen Raum, der jedem ermöglicht, sein Innerstes auszuleben. Unabhängig seines Alters. Ursprünglich wollte er eine „Donnerstagsakademie“ gründen, da dieser Tag in Frankreich schulfrei war. In seinem Bestreben, jedem das zu ermöglichen, das sein Innerstes zum Spielen und Leben erweckt, gelangt er letztendlich zu dem Begriff der „Formulation“. Seine Absicht liegt im Dienen und der Möglichkeit einer praktischen Betätigung. Hier distanziert er sich auch ganz klar vom therapeutischen Auftrag des Malens.

Was für mich hier aber sehr faszinierend erscheint, ist die Tatsache, dass das Dienen im Vordergrund steht. Therapie im Sinne von Begleitung, bedeutet für mich nichts Anderes als den Menschen in seinem Wesen zu respektieren und im Sinne seiner Bedürfnisse zu dienen. Sich in diesen Dienst der Menschen zu stellen, ist eine wunderbare Aufgabe und ein schöner Gedanke. Er beinhaltet Vertrauen und den Glauben an ein Leben, das erfüllt ist von der Bereitschaft des „in -Beziehung-Tretens“, und nicht von einem Leben in Konkurrenz.

Auch in der kunsttherapeutischen Praxis geht es darum, dass es eine Form des „in Beziehung-Tretens“ gibt. In der Möglichkeit mich auszudrücken, finde ich auch den Weg mein Innerstes auszudrücken, in Wort oder Bild. Hier sind für mich klare Parallelen erkennbar. Nicht in der Interpretation eines Bildes liegt der Sinn, sondern im Entstehen und Sein.Das Spielerische, im Umgang mit  Farben und Formen, stellt einen Raum dar, der einen Anschluss an das eigene Potenzial schafft, und kreiert.

Soviel zu Arno Stern: „Ein Maldiener und Pionier“

„Jeder Mensch ist kreativ!“

Diese, beinahe, plakative Aussage, stammt von keinem Geringeren als Stephen Nachmanovitch*, einer, der sich Kreativität zum Lebensthema gemacht, und durch ebensolche, die Spiritualität kreativer Prozesse in sein Leben integriert hat. In seinem Buch „DAS TAO DER KREATIVITÄT“ plädiert er für ein Leben mit der Kunst, und stellt die Frage, was uns eigentlich davon abhält, diese in unser Leben zu integrieren. In der Kreativität gibt es eine Vielzahl unerschöpflicher Quellen. Schon Michelangelos Theorie über die Skulptur, die schon immer im Stein gewesen ist, und nur darauf wartet, herausgelöst zu werden, klingt wie eine Aufforderung an ein Schaffen in uns. Diese Parabel veranschaulicht, dass etwas darauf wartet, geformt, gespielt und geschaffen zu werden.  Ungeachtet dessen, ob es sich um einen bildnerischen, tänzerischen, malerischen, musikalischen oder poetischen Ausdruck handelt. In der ganz persönlichen Wahrnehmung liegt der Zugang zur bewussten Erfahrung und Sinnesinformation.

Kreativität als leistungsfreie Zone ermöglicht uns in allen Bereichen zu erforschen und uns unserer Wünsche, Sehnsüchte, Sorgen und auch Ängste anzunehmen und zu benennen. Ich wage sogar zu behaupten, dass es für uns mehr als notwendig ist, sich in  anspruchsloser Haltung, unseren Themen zu widmen. Der innere Zensor, der unser Tun und Handeln täglich bestimmt, braucht gelegentlich eine Auszeit um an eine Achtsamkeit in uns zu gelangen, die unseren Leistungsaspekt auch einmal in den Hintergrund stellt.

Warum nehmen wir uns sowenig Zeit für Essentielles in unserem Leben? Eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage, die es aber wert ist, sich ihr zu widmen. Als Kind scheint es uns mühelos, diesem Drang und Spieltrieb zu folgen, zu entdecken und auszuprobieren. Diesem spielerischen Teil in uns schenken wir nur noch wenig Beachtung. Unsere Erziehung zielt zu sehr darauf ab unseren Intellekt einzusetzen und verdrängt unsere schöpferischen Seiten in uns. Wenn wir diesen wieder Platz einräumen und zu neuem Leben erwecken, entdecken wir möglicherweise verborgene Wünsche und Sehnsüchte. Schätze, die geborgen werden wollen und nicht länger in der kleinen Abstellkammer unserer abgestellten Kreativität allmählich  in Vergessenheit geraten. Es braucht keine Genialität eines Werkes von Michelangelo, Bach oder Rilke, um an sein eigenes Schaffen zu gelangen. Nur eine Hinwendung an die Seiten in uns, die nur dann erklingen und sich entfalten, wenn wir wieder bereit sind, hin zu sehen, zu hören  und zu fühlen.

Soviel zu: „Jeder Mensch ist kreativ!“

(*Stephen Nachmanovitch ist Musiker, bildender Künstler und Autor)