Ist Glück gleich Gelassenheit? Oder gleicht das Glück purem Zufall?

Ich weiß, das Thema ist beinahe ausgeschöpft, und vielleicht auch ermüdend. Mir  ist aber kürzlich eine Zen-Geschichte in die Hände gefallen (Zufall, oder nicht?), indem die Frage zum Geheimnis des Glücks gestellt worden ist. Ich weiß, Glückstheorien und Definitionen gibt es tausendfach, und Ratgeber auch. Aber darum geht es mir nicht. Eine Frage daraus, die auch auf die Gelassenheit und Zufriedenheit bezogen war, und diese ja eng im Zusammenhang mit dem Glück zu stehen scheinen, wurde wie folgt beantwortet:

„Aus dem Herzen kommendes, uneingeschränktes Einverständnis mit dem Unvermeidlichen.“

Ich muss  zugeben, ich war von dieser Antwort sehr beeindruckt. Ich hab sie immer und immer wieder gelesen, und sie hat mich sehr berührt. Warum? Ich glaube, weil es für mich eine so schön formulierte, durchdachte und schonungslos ehrliche Sicht darauf ist. Kein wenn und aber. Kein womöglich. Kein was wenn dann? Ein Erleben des Moments, der nicht gespeist wird von Möglichkeiten und Erwartungen. Ein Zustand jener Realität, die  eben mit dem bewussten Einverständnis des Unvermeidlichen einhergeht. Erst dann kann es womöglich auch Zufall sein.

Zu einem meiner Lieblingssprüche zählt ja auch immer: „Das Glück is a Vogerl“. Ja, durchaus. Denn, wenn man es aus dem Blickwinkel der sich ständigen Veränderung  betrachtet, dann  kommt mit jedem Flügelschlag auch die Zufriedenheit ins Spiel, die auch dazu beiträgt, dass eine Leichtigkeit in dem Unvermeidlichen spürbar wird. Womöglich.

Es gibt wahrscheinlich viele Antworten auf Fragen. Für mich hat sich wieder etwas in einer Weise beantwortet, indem ich mich auch ein Stück weit mehr kennen gelernt habe. Wahrscheinlich hab ich einfach auch sehr viel Glück im zufriedenen Zufall…..oder in der gelassenen Unvermeidlichkeit…..?

Zum Glück gibt’s jetzt kein Foto, denn das  sprengt jetzt meine Vorstellungskraft, weil’s ja denn dann (unvermeidlich) auch so viele wären……

Sovielel  zum Thema: Glück……auch wenn keiner etwas darüber lesen möchte.

 

 

 

Für Pia

Ich war in letzter Zeit sehr nachlässig mit meinen Berichten…aber ganz und gar nicht nachlässig mit „Leben“. Ich durfte wundervolle Tage im Salzkammergut verbringen und die Ernte, wenn man das so nennen kann, ist ein Gedicht, das ich für meine Tochter geschrieben habe, und natürlich auch für alle, die sich damit identifizeren können.

Für Pia

Sometimes there is a crack in the flow,and when ever you know, and realize this  crack in the flow – it’s up to you, and you are having the chance to go! and on the other side-love and  awareness is wide! turn this page, because there are so many ways to come-and take this new stage! love seems  to be a hard way to go-but what ever you should  know:

love should come easy! although!

 

Es lebe das Handwerk!

ich freue mich ganz besonders heuer am 10.07. 2016, am 2. Textil-Kunstmarkt im Kunsthaus Horn teilnehmen zu dürfen! Es wird ganz besonders schöne feine, von Hand gefertigte, und mit viel Liebe zum Detail ausgeführte Dinge geben.

Kunsthaus Horn/ 3580 Horn, Wienerstraße 2           

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Wie man ja bereits von mir weiß, liebe ich es, alten und alltäglichen Dingen wieder neues und anderes Leben ein zu hauchen.  Das hab ich in der Gestalt gemacht, indem ich das schöne alte Bettzeug meiner Großmutter  verarbeiten durfte und daraus meine Textilkarten, Buttons und Lesezeichen entstehen ließ. Und im Übrigen bin ich überzeugt davon, dass man nie genug Frohbotschaften im Leben erhalten kann, und das analoge Schreiben immer noch sehr viel Feude bereitet! Hier ein paar dazu:

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Wie viel Zeit verbringt man in der Küche? Für jeden natürlich individuell, aber insgesamt betrachtet doch nicht so wenig. Das Geschirrtuch (vulgo Gschirrhangerl) ist ja eigentlich der beste und verlässlichste Mitarbeiter  in der Küche. Ich finde, es sollte einfach auch einmal zu Wort kommen.  Hier ein paar Wortmeldungen:

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Ich freue mich auf euch!

Jeder Tag…

Jeder Tag, ein Abschied, oder die wiedergewonnene Erkenntnis  bedingungsloser Liebe!

Das klingt gerade so, als würde ich etwas erfahren haben, das es so nicht gibt, oder gerade eben, es genau deswegen gibt, weil Beides sich nicht ausschließt. Einatmen, Ausatmen. Dann möchte ich einmal einen Blick darauf werfen.

Ich habe meine Mutter eine Woche vor ihrem Tod gesehen, und mit ihr einige Stunden verbracht, nicht wissend, dass es das letzte Mal war. Aber rückwirkend betrachtet, war es eine sehr bewusst gelebte, intensive Zeit, die das beinhaltet hatte, worin auch für mich diese Begegnung in der Weise stattgefunden hat,  wie sie beinahe immer war. Nämlich, dass wir uns annehmen konnten, wie wir sind. In all unserer Unvollkommenheit, in all unseren Stärken und Schwächen. Es beruhte auf Gegenseitigkeit. Wir wussten voneinander. Und übten uns darin, auch zu akzeptieren. Unsere Gespräche hatten nicht mehr die gleiche Intensität wie früher, aber sie waren ehrlich, und so gemeint, wie sie waren. Wir hatten Blickkontakt und Berührung. Wir waren uns nahe.  Nach so vielen Jahren, und nach so vielen Ungereimtheiten, die es auch immer wieder gab.

An Dich, liebe Mama!

Wie sehr bewundere ich immer noch deine Bereitschaft, etwas an zu nehmen, wo ich wusste, dass du dir das so anders gewünscht hättest. Aber du hast immer das Wollen und Streben deiner Kinder und deiner Mitmenschen rund um dich akzeptiert. Weil du immer der Mensch warst, mit der Überzeugung, dass Menschen aus ihrer Liebe, Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit und Überzeugung heraus handeln, und für sich selbst am besten wissen, und dass am besten können, was sie können, warst du immer im Einklng mit dir und der Natur.  Selbst zu sein, das war immer dein Credo. Und nicht aus lauter Selbstsucht, dem zu verfallen, dass es den Beifall auch von außen braucht.  Das war dir zuwider, und du hattest es auch nicht nötig. Du hattest wenig . Wenig Mitteln, um ein Leben sorglos zu führen. Aber du hattest immer die Mitteln, um weiter zu gehen, um Sorgen los zu werden, und darin zu wachsen. Damit konntest du nach vorne blicken, und weiter gehen.  Und das wolltest du immer.

Du bist jene Frau, von der ich lernen konnte, dass nicht Herkunft zählt, um etwas zu erreichen, sondern , ein Wille, der gestärkt ist von dem Glauben, dass, wenn man das erreichen will, wofür man die Kraft hat, dann kann man über alle Grenzen hinweg das schaffen, wofür es gilt zu leben.  Das hast du mit deinem Leben bewiesen. Deine unabänderliche Kraft, dein Humor und dein Lebenswille. So erlebt mit dir. Danke! Wunderbare Frau und Mutter!

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soviel zu: Jeder Tag, ein Abschied, oder die wiedergewonnene Erkenntnis bedingungsloser Liebe!

 

Kurzmitteilung

Den Linien auf der Spur

So manche Zeichnung                                                                                                              Strich für Strich,                                                                                                                     lebendig wird geformt.                                                                                                               Des Lebens Beschaffenheit an sich,                                                                                     ist niemals nur genormt.                                                                                                          Aus beinahe Nichts, zufällig entstanden,                                                                                Farbe, Form,und Gestalt sich fanden.                                                                                    Und so trifft  dann auch die Natur,                                                                                          ganz linear, auf Linien zur Spur!

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Welcome to ArtOrt! https://www.facebook.com/events/1706357646301244/

Der April tut was er will! Und wir tun auch!

 

 

 

BEGEGNUNGEN

Mein Heimatort Großraming liegt im wunderschönen Ennstal, eingebettet in das Alpenvorland, Teil der Region Nationalpark Kalkalpen. Aber nicht nur die Natur ist hier besonders schön und reich an Vielfalt, es gibt hier auch etwas, das sich in den Tälern und Gemeinden unseres Landes noch nicht wirklich durchgesetzt hat, und in weiten Teilen des Landes Schule machen sollte. Warum?

Seit November 2014 sind in Großraming, einer knapp 3000 Seelengemeinde (Oberösterreich), 50 (aktueller Stand 61) Flüchtlinge beheimatet. Durch die mittlerweile großartige Initiative einer Plattform, die sich aus ehrenamtlich engagierten Großraminger_Innen zusammensetzt, und aktiv an der Integration der Menschen arbeitet, hat sich hier Vieles getan. Es wurde ein Begegnungscafe eröffnet, das in den Räumlichkeiten eines pensionierten Ehepaares, die ein Geschäft geführt hatten, eingerichtet wurde. Hier findet Begegnung und Austausch statt. Hier werden Kleider und Alltagsgegenstände ausgegeben. Hier wird deutsch gelernt. Die Großraminger_Innen sind eingeladen die Menschen, die großteils aus Syrien kommen, aber auch aus Afghanistan, Irak, Iran und der Ukraine, kennen zu lernen und Berührungsängste abzubauen. Und wo sonst könnte das besser funktionieren als bei Kaffee und Kuchen? Es funktioniert.

Ich war im Cafe mit meiner Mutter. Meine Mutter wird 85 Jahre. Sie hat als Kind noch den zweiten Weltkrieg mit erlebt, ist aufgewachsen in Armut, und weiß was es bedeutet, Entbehrungen, Angst und Not zu leiden.

Sie ist eine aufgeschlossene Frau.                                                                                   Natürlich gab es auch bei ihr anfangs Unsicherheit und Sorge vor „dem Fremden“, aber ihre Bereitschaft dem zu begegnen, ist groß. Sie ist neugierig und geht auf Menschen zu. Sie besitzt die wunderbare Gabe ihr Herz für Menschen zu öffnen und sich für Andere zu interessieren. Kommuniziert wird mit Händen und Füßen, und Manche können sich auch schon gut verständigen. Es war großartig!

Was ich heute wieder erfahren habe, ist, dass Integration, wenn sie gelebt wird, eine erfahrbare Realität ist, die so bereichernd sein kann. Man muss es nur wollen.

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Weihnachten….alle Jahre wieder…the show must go on….

…..dieses Lied von Freddy Mercury schätze ich sehr, nicht nur weil ich mit 15 Jahren schon eine so eingefleischter Queen Fan war….sondern weil ich glaube, dass das etwas ist, das in jedem von uns als großer Bestandteil existiert. Wie auch immer die Show aussehen mag.

Weihnachten, vorallem die Vor-Weihnachtszeit präsentiert sich ja immer in dem ganz besonderen Glanz kommerzieller Blüten, nebst der Solidarität, die als Solidarität verkauft wird. Man kann Vieles kaufen und wenn dabei etwas befriedet wird , dann umso besser. Weihnachten: in keiner Zeit des Jahres werden Gefühle so sehr bedient und gleichzeitig so ausgebeutet, dass es einem nicht nur in der Seele , sondern auch in der Tasche weh tut. Ein Fest so kommerziell hoch zu stilisieren, das im eigentlichen Sinne  geprägt wurde von der Geschichte einer zufluchtssuchenden Familie, das hat mehr denn je den Sinn und den Charakter dieses Festes in den Hintergrund gedrängt. Und es ist aktueller denn je.

Zuflucht. Ein widersprüchliches Wort. Es ist ein weg und es ist ein hin. Der Verlust auf der einen Seite sollte im besten Fall einen Gewinn auf der anderen Seite darstellen. Ausgleichend. Es lassen sich Werte nicht immer abwägen. Nicht in Gold.

Weihnachten. Das Fest der Nächstenliebe. Ein Fest des Gebens und des Schenkens. Und es darf es geben, es soll auch so sein.

Nichtsdestotrotz war Weihnachten für mich in diesem Jahr anders. Abgekoppelt von der Konsumwelt, hatte ich noch nie große Lust auf Weihnachtsklimbim und Punsch und all dem Glitzer drum herum. Es war mir immer auch ein Stück weit egal. Aber diese Weihnachten fand ich es manchmal störend und aufdringlich, ja penetrant. Die traditionell gesetzten Signale in jeder Auslage. Ein Kügelchen da, eine Lichterkette dort….ein Tannenzweig über den Sanitäranlagen und ein singender Engel über der Trachtenbluse. Genug. Es gibt genug für alle.

Ich denke und glaube, dass es einen neuen Blick auf Weihnachten und seine Botschaft braucht. Ein neues Miteinander. Es klingt wie ein frommer Wunsch, aber in Wahrheit ist es ganz einfach.

Es gibt Wünsche, es gibt Tatsachen und es gibt Möglichkeiten. Das eine schließt das andere ja nicht aus. The show must go on……ist für mich ein Leitsatz, den ich nie missen möchte, da ich weiß, dass wenn man  alles das, das man tut, immer dann für richtig findet,wenn man auch weiß, dass man es aus Liebe tut.

The show must go on*……… ist ein solidarischer Imperativ! hier und jetzt! „und alle Jahre wieder“ greift hier etwas zu kurz!

*Ps: ich liebe Weihnachten!

soviel zu: Weihnachten….alle Jahre wieder….the show must go on!

 

Gelassenheit-kein schöner Ort….

….. um sich wieder einmal die „Erlaubnis“ zu geben. ((Erlaubnis)„urloup“ mittelhdt., die einem dann zu Teil wurde, wenn durch das Einbringen der Erntezeit, ein „sich frei stellen zu lassen“, erlaubt wurde). Erlaubnis wofür? Diese Frage stellt sich für jeden selbst.  Ich habe mir in diesem Jahr  einen ganz besonderen Ort erlaubt, und habe in der Natur, und in der Begegnung mit Menschen wieder einmal mehr an Alltagskenntnis und Farbenvielfalt erlebt, und geschenkt bekommen. Dafür bin ich sehr dankbar.

An keinem, zumindest für mich  bekannten Ort, treffen sich die Farben  intensiver und schöner als hier: an der Nordsee.                                                                                      Die letzten  Wochen durfte ich Teil haben, an den sich wandelnden Farbnuancen, die sich im Spiel der Gezeiten  immer wieder ganz neu präsentiert haben. Ein so wunderbares Zusammenspiel der Elemente, das sich von allen Seiten zeigte: manchmal erbarmungslos, ungebändigt, dann wieder besänftigt und zahm. Die Natur im Alltag.

Ein Alltag, der nicht immer ganz so leicht war, und ist. An der Nordsee fällt und steht Vieles mit der Laune der Natur. Früher waren das Überlebensfragen. Heute ist das eine abgemilderte Form. Dennoch hat die Natur mit zu reden.                                                   Da fällt schon einmal eine vorangekündigte Fahrt ins Wasser, weil der Wasserstand nicht mitspielt. Für uns gewöhnungsbedürftig, weil es  so ganz und gar nicht, in unsere zerplante und geordnete Welt passt. Da heißt es entweder abwarten, oder ausweichen und flexibel sein. Und so erlebt man auch den Umgang mit den Menschen. Sie haben sich diese Gesetzmäßigkeiten der Natur, und mit ihr zu gehen, zu Eigen gemacht, und begegnen dem Alltag mit vollem Respekt und einer großen Portion Gelassenheit.                P1050983

Gelassenheit, braucht  nicht immer eine Reise an bestimmte Orte. Ich habe mir dennoch erlaubt, meine Gelassenheit auf zu tanken, und gelernt wieder einmal neu zu danken!

soviel zu: Gelassenheit, kein schöner Ort!