manu.factum.est. von.hand.gemacht.

Diese drei Worte begleiten mich schon sehr lange. Meine Begeisterung für das Handwerk hat sich schon sehr früh gezeigt. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich als kleines Mädchen an der Hand meiner Mutter zu unserem ortsansäßigen Korbflechter gegangen bin. Ich war immer sehr beeindruckt von dieser Handfertigkeit und der damit verbundenen Konzentration und Ruhe im Tun. Dann gab es noch den Rechenmacher, den Schmied und die alte Schusterwerkstatt. Das waren immer ganz besondere Erlebnisse. Es war wie ein Eintreten in eine andere Welt. Eine, die auf besonderen Fertigkeiten und Geheimnissen beruhte. Zumindest für mich damals.

Ich selbst bin 1988 mit dem Kunsthandwerk der Porzellanmalerei in Berührung gekommen und bin schließlich darin auch jahrelang verweilt. Es ist ein schöner Beruf. Er verbindet kunsthandwerkliches und zeichnerisches Können mit historischer Auseinandersetzung. Seit mittlerweile fast drei Jahrhunderten wird dieses alt tradierte Handwerk gelebt und praktiziert.

Aber da es ja noch andere manufakturelle Tätigkeiten gibt, bin ich ja inzwischen ausgebüchst und hab mich so umgeschaut. Es gibt eine ganz feine, kleine Lampenmanufaktur in Wien, die immer auch auf ganz besondere Wünsche eingeht und auch in Zusammenarbeit mit anderen Manufakturen kooperiert.Donauer design.

Es gibt wunderschön reduziert, handgefertigte Lampen, die für sich sprechen, in der Form, die sie sind. Aber dann etwas zu verbinden, dass auch zurückblicken lässt, dass die Haltung zur Handfertigkeit alt tradierter Handwerkskunst auch noch weiter leben lässt, finde ich persönlich sehr bemerkenswert.

Es gibt sie doch noch. Handwerkskunst. Das beruhigt. Es ist nicht immer mainstream, nicht die Art der Betrachtung im Sinne des gültigen  Duktus einer neu designten Welt. Aber auch. Und mehr und mehr gibt es wieder dieses Gefühl für eine gemeinsame Betrachtung alt hergebrachter Handfertigkeit. Manchmal auch neu interpretiert.manu.factum.est. von.hand.gemacht.http://www.donauerdesign.at/

Geschmack ist neutral.

Weihnachten….alle Jahre wieder…the show must go on….

…..dieses Lied von Freddy Mercury schätze ich sehr, nicht nur weil ich mit 15 Jahren schon eine so eingefleischter Queen Fan war….sondern weil ich glaube, dass das etwas ist, das in jedem von uns als großer Bestandteil existiert. Wie auch immer die Show aussehen mag.

Weihnachten, vorallem die Vor-Weihnachtszeit präsentiert sich ja immer in dem ganz besonderen Glanz kommerzieller Blüten, nebst der Solidarität, die als Solidarität verkauft wird. Man kann Vieles kaufen und wenn dabei etwas befriedet wird , dann umso besser. Weihnachten: in keiner Zeit des Jahres werden Gefühle so sehr bedient und gleichzeitig so ausgebeutet, dass es einem nicht nur in der Seele , sondern auch in der Tasche weh tut. Ein Fest so kommerziell hoch zu stilisieren, das im eigentlichen Sinne  geprägt wurde von der Geschichte einer zufluchtssuchenden Familie, das hat mehr denn je den Sinn und den Charakter dieses Festes in den Hintergrund gedrängt. Und es ist aktueller denn je.

Zuflucht. Ein widersprüchliches Wort. Es ist ein weg und es ist ein hin. Der Verlust auf der einen Seite sollte im besten Fall einen Gewinn auf der anderen Seite darstellen. Ausgleichend. Es lassen sich Werte nicht immer abwägen. Nicht in Gold.

Weihnachten. Das Fest der Nächstenliebe. Ein Fest des Gebens und des Schenkens. Und es darf es geben, es soll auch so sein.

Nichtsdestotrotz war Weihnachten für mich in diesem Jahr anders. Abgekoppelt von der Konsumwelt, hatte ich noch nie große Lust auf Weihnachtsklimbim und Punsch und all dem Glitzer drum herum. Es war mir immer auch ein Stück weit egal. Aber diese Weihnachten fand ich es manchmal störend und aufdringlich, ja penetrant. Die traditionell gesetzten Signale in jeder Auslage. Ein Kügelchen da, eine Lichterkette dort….ein Tannenzweig über den Sanitäranlagen und ein singender Engel über der Trachtenbluse. Genug. Es gibt genug für alle.

Ich denke und glaube, dass es einen neuen Blick auf Weihnachten und seine Botschaft braucht. Ein neues Miteinander. Es klingt wie ein frommer Wunsch, aber in Wahrheit ist es ganz einfach.

Es gibt Wünsche, es gibt Tatsachen und es gibt Möglichkeiten. Das eine schließt das andere ja nicht aus. The show must go on……ist für mich ein Leitsatz, den ich nie missen möchte, da ich weiß, dass wenn man  alles das, das man tut, immer dann für richtig findet,wenn man auch weiß, dass man es aus Liebe tut.

The show must go on*……… ist ein solidarischer Imperativ! hier und jetzt! „und alle Jahre wieder“ greift hier etwas zu kurz!

*Ps: ich liebe Weihnachten!

soviel zu: Weihnachten….alle Jahre wieder….the show must go on!

 

ohne Titel

Eine Streitschrift . Ein Verlangen. Nicht politisch. politisch motiviert. Menschlich.

Zu viele Worte wurden in der letzten Zeit gewechselt. Worte, die weh taten, Worte, die sich gut anfühlten, und Worte, die Orte fanden, wo Taten spürbar wurden. Ich bin eine Verfechterin der Worte, und der Taten. Dennoch weiß ich, dass manchmal Beides nicht möglich ist.

Viele Menschen, setzen Vieles in Gang. Wo gegangen wird, entsteht Bewegung. Zu gehen, bedeutet immer auch ein „von bis zu“. Sich dabei auch immer selbst in die Pflicht zu nehmen, das steht für mich für verantwortungsbewusstes Handeln.

Ich vermisse diese Sicht mehr und mehr. Dennoch motiviert.

soviel zum Thema, das für mich kein Thema ist, weil Menschlichkeit.

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31.12.2014. An der Stelle sollte jetzt wohl ein Jahresrückblick erscheinen. Aber warum eigentlich? Warum sollte man zurückschauen? Ist es der Blick zurück,der einem etwas versichert? Oder der Blick, der auch manchmal wichtig ist, um voranzukommen? Dahingestellt.

Blick bleibt Blick, wohin auch immer!

Und ich lasse mir nicht nehmen, einen frischen Blick ins neue Jahr zu wagen, und eine vage Vermutung anzustellen, dass das neue Jahr mit 1.Jänner beginnen wird, und, ob mit, oder ohne Feuerwerk, es wird einfach da sein. Wie schön. Ich freue mich darauf.

Dann möchte ich es ganz herzlich begrüßen. 2015 here to come!

 

Sentio ergo sum!

oder,ein Plädoyer für: denken, lieben und fühlen! Alles miteinander?

Ein kurzer Ausflug in die Poesie:

Komm her und stell dich-                                                                                 Grübelmonster! sonst fordere ich dich                                                                               zum Duell-und so schnell                                                                                                     kannst du gar nicht denken,                                                                                               denn Gibberish*, werd ich dich                                                                                           aus dem Kreis dann lenken! (B.Steiner)

* Gibberish ist eine englische Bezeichnung für eine Sprache ohne Inhalt. Manchmal brauchen wir eine andere Achtsamkeit und Aufmerksamkeit, wenn wir uns zu lange mit Gedanken-Dingen beschäftigen. Gerade die Sprache eröffnet, im Geschriebenen, einen  unfassbaren Wortschatz und ein Ideenreichtum, derer wir unser immer bedienen können. Mit dieser „Break Technik“ lassen sich Gedankenströme neu entfalten. (Huppertz M.,2011)

Eine andere Variante bedient sich der Gedankenmelodie. Wenn sich ein Gedanke ganz hartnäckig hält, und immer wieder seinen Platz ganz vorne einfordert, dann kann ich diesen in eine bekannte Melodie ( es muss ja nicht *Rise like a Phoenix* sein) umwandeln. Eine erprobte und wunderbare Melodie dazu ist „Auf der Mauer auf der Lauer“…..hitverdächtig! aber auf jeden Fall ( kommt hier „Alle meine Entchen“ auch in die engere Wahl.)

Wenn wir uns manchmal einer anderen Art von Schriftsprache und Sprachmelodie bedienen, einer, die nicht immer der Vernunft und dem Verstand dient, um uns, mit den kreativen Teilen in uns, zu verbünden, dann passiert auf wundervolle Weise das, wonach wir uns manchmal aus tiefstem Herzen sehen: Klarheit!

Etwas das klar ist, ist transparent, und somit kann ich es einordnen. Es verlangt keine weitere Beachtung mehr. Ich kann es in mein Verständnis integrieren. Auch unsere Gedanken verlangen manchmal nach neuer Integration. Aber auch hier bedarf es immer wieder einer neuen Aufmerksamkeit. Cogito ergo sum. ( ich denke, also bin ich) Ein, meiner meiner Meinung nach zu kurz gefasster Begriff, Mensch zu sein. Amo ergo sum. (Ich liebe, also bin ich) Ein Ansatz, den ich sehr befürworte, und jedem ans Herz lege.

Ich möchte dieses Ichbewusstsein um eine Nuance erweitern und in Verbindung setzen. Sentio ergo sum. ( Ich fühle, also bin ich)

Niemand sonst als ich denkt , niemand sonst als ich liebt, und niemand sonst als ich  fühlt ! So wie jeder einzelne Mensch. Und all das ergibt, ein Wir.  Diese Vielfalt in uns, ist, eine Vielfalt im Wir.

Ich denke, zu lieben, ist eine Forderung an uns, sich unseren Gefühlen zu stellen.

(Cogito ergo sum, Amo ergo sum, Sentio ergo sum)                                       „Integrationsarbeit“

 

 

Ein „endlich Ferien“…..

…….hat sich heute über tausende von Schülern, Eltern und Lehrern wohlwollend in einem fast „hörbarem“ Aufatmen eingestellt. Eine lang ersehnte Entspannung folgt einer Zeit, die sich in den letzten Wochen mehr als fordernd präsentiert hat. Gerade so, als wollte sich das ganze Jahr noch einmal mit aller Kraft gegen einen Neubeginn stemmen, und wir, mittendrin, uns nichts sehnlicher wünschend, als eine Zeit, die sich auch an das erinnert, das in uns immer schlummert und wenig Beachtung findet.

Wir sind aufgefordert zu reüssieren. Dazu habe ich mir ein paar Worte von Afschin Kamrani geliehen und bin dankbar, dass eine liebe Freundin sie mit mir geteilt hat.

Stille:
Unsere Seele erblüht in der Stille.

Dankbarkeit:

In der Stille erfahren
wir eine tiefe Dankbarkeit.
Innerer Frieden:
Durch die Dankbarkeit erfahren wir
einen tiefen inneren Frieden.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine von Stille und Dankbarkeit geprägte Zeit, die sich friedvoll und ganz besonders freudig äußert….
 

Grün

Zum Thema: Die Wirkung der Farben

Grün ist die erste Mischfarbe, und eine, die am wenigsten an ihren Ursprung Gelb und Blau erinnert. MIt 12% erlangt sie Rang drei in der Skala der beliebtesten Farben. Die Farbe der Vegetation, und der Lebendigkeit, schlichtweg, die Farbe des Lebens.
Im philosophisch-religiösen Denken Chinas stellt Grün (Yin) die Farbe für das weibliche Prinzip dar. Als die klassische Farbe des Isalm, begründet auf den Offenbarungen des Korans durch Mohammed (570-632), wurde dem, der ein gottgeführtes Leben führte, das grüne Paradies auf Erden versprochen. Hier wird Grün zur „männlichen Farbe“,.

Grün als Zeichen des Wachstums und des Gedeihens. Osiris als Gott des Nils und der Fruchtbarkeit, stand auch für eine hohe Kultur und Wirtschaftlichkeit. Er hatte auch den Beinamen: “ Der Große Grüne“. Grün als Hoffnung, und als Farbe der beginnenden Liebe in der mittelalterlichen Minnedichtung. “ Mädele ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite…….wurde ab 1840 gesungen, und gemeint war damit die linke Seite, die dem Herzen nahe steht. Auch Venus war bei den Römern stets grün gewandet.

Die Farbe der christlichen Tradition wird in erster Linie mit dem heiligen Geist assoziiert. Die Apostel in ihrer Funktion als Jünger Jesu, trugen grün. Die Bischöfe, in Ausübung ihres Amtes, tragen konventionell Grün. In ihrem Wappenzeichen ist ein grüner Hut, der den apostolischen Auftrag der Verbreitung des Christentums symbolisiert.

Das Stadium der “ Unreife“ wird stets mit Grün assoziiert. Ob in der Natur mit Kirschen, Zwetschegn oder Nüssen, bis hin zur Jugend, die „Grün hinter den Ohren“ oder als „Grünschnäbel“ ( im Engl. „greenhorn“) das verkörpert, das allgemein als Vorstufe zum „Reifen und Erwachsenwerden“ angesehen wird.

Das Grün birgt auch eine ungenießbare Seite in sich. Die Herstellung des schönen Smaragdgrüns verlangte eine Grünspan-Kupfer Mischung, die in Arsen gelöst wurde und daher als sehr giftig galt. Napoleons Lieblingsfarbe war Grün. Seine grün tapezierten Räume im Exil auf St.Helena wurden ihm zum Verhängnis, da sich im feuchten Klima Elbas die Gifte langsam lösten und er  an Arsen starb. Dass sich das Grün auch in der Mode durchsetzten konnte, verdanken wir dem Chemiker Eugen Lucius (1863), der das „Aldehydgrün“ salonfähig machte. Napoleons Gemahlin, Eugenie, trug smaragdrüne Kleider und setzte so einen neuen Trend am Pariser Hof. Die Seidenfärber gewannen an Einfluss und die Farbindustrie bekam Aufschwung durch die Gründung der Farbwerke Hoechst .

Grün als Mitte. Entgegen dem nahen, aktiven Rot und dem fernen, passiven Blau, wirkt das Grün ausgleichend, neutral. Es toleriert und hat eine Pufferfunktion. In den 80ger Jahren hat sich die politische Landkarte stark verändert. Die Grünen als neutrale Antwort auf festgefahrene Strukturen, und als Partei für Umwelt, Menschenrechte und Fairness. In älterer Tradition galt Grün als  die republikanische Freiheitsfarbe, wie sie auch in der italienischen Trikolore noch zu finden ist.

Grünes Licht steht für freie Fahrt und das nicht nur im Straßenverkehr. Eine grüne Welle zu haben, bedeutet Erfolgskurs. bei längerer Betrachtung wirkt Grün angenehm und beruhigend. Operationswäsche hat auch noch die Funktion, dass Blut auf grünem Stoff weniger erschreckend wirkt. Das Flaschengrün ergibt sich aus der billigeren Erzeugung, während das braune Glas der Arzneien mehr Schutz bietet.

Ein kleiner Auszug aus der großen Bandbreite einer Farbe, die wahrscheinlich in der Natur die authentischsten Grüntöne zeigt und unsere Depots auffüllt, wenn unsere Energiereserven drohen aufgebraucht zu werden. Ehren wir unsere Umwelt, dann schützen wir uns selbst!

Soviel zum Thema: Die Wirkung der Farben – Grün