Ent.Sorgen.

Habe ENTgeld. Habe Sorgen.

Laut Regierung ist man ja plötzlich seiner Sorgen bereits befreit. Sorglos. Ohne Wenn und Aber. Familien. Bonus.

Und wenn das nicht so funktioniert? Ein Leben, das sich jeder ersehnt?

Bin gerade etwas moralinsauer. Das mit der aktuell herrschenden Moral, das stößt mir halt wirklich auch auf. Brech(t) Reiz!

https://diepresse.com/home/innenpolitik/5507753/Demo-in-Wien_Basti-ciao-Kickl-ciao-HC-ciao-ciao-ciao

zurück.Haltung. haltung.Zurück.

Ich habe jetzt wirklich lange in Zurück.Haltung gelebt. Ja, fast asketisch. Gab mir selbst Äußerungsverbot. Mit meiner Sicht, mit meiner Haltung. Aber jetzt ist echt genug. Zeit für Haltung.Zurück.

Es lässt einem ja manchmal richtig rotieren. Am Stand. Anstand, ja. Abstand ist gefragt. Dauernd dieses ewig gestrige Geschwafel. Ich kann und will es nicht mehr hören. Ich will diese Gesichter nicht mehr sehen, die dauernd diese Geschichten von sich geben, die sie wahrscheinlich selbst oft nicht einmal mehr von sich glauben. Aber wenn so Vieles zurück gehalten wird, weil Überzeugung und Macht (geilheit)  sich daraus nähren, dann speist es sich immer noch gut.

Manchmal kommt es einem so vor. Alles ist im Über. Druss. Fluss. Muss das sein?  Ein eindeutiges NEIN von meiner Seite.

Ich will eine Haltung.zurück. Eine, die sich wieder jenen Themen widmet, die wirklich wichtig sind. Eine Haltung. Die zulässt. Die sich annimmt. Die Perspektiven aufzeigt. Eine mit Herz und Hirn.

Wahrscheinlich ist diese Haltung. Gerade.Aus. Aber sie verursacht tagtäglich neue Haltungs.Schäden.

Im Übrigen. Haltungsschäden sind ganz schlecht. Und es gibt unglaublich Viele, die das auch wissen. Ich habe mal gelesen, oder hab ich das auch gehört?. Bewegung hilft. Da ist auch einmal wöchentlich schon richtig gut. Konsequenz. Das ist Halt. Auch so eine Übungssache. Auch mühsam. Aber im Endeffekt?

Ich habe jetzt einmal den Wetterbericht angesehen. Donnerstag ist ein guter Tag, um sich zu bewegen. Es bleibt schön, geradezu  gewogen. Es geht sich halt auch leichter ohne Regenschutz und mit ohne Schirm aus . Wobei. Es geht sich immer aus. Ein  Hut. Ein Stock. Ein Regenschirm. Damit lässt sich gut leben und tanzen.

Vorwärts, rückwärts, seitwärts, ran!

 

 

 

Schütteln

Ich hätte gerade so sehr viel mehr zu sagen, und dann, dann verschlägt es mir die Worte/ Sprache. Darum  möchte ich einen Vers meines sehr hoch verehrten Herrn Eugen Roth hier vorne anstellen, da es mich in den letzten Tagen immer wieder so sehr geschüttelt hat. Es ist leider anlassbezogen. Hierbei finde ich den letzten Satz des Verses als einen der gelungensten und treffendsten Aussagen überhaupt.

Eugen Roth: „Schütteln“

„Auf Flaschen steht bei flüssigen Mitteln, man müsste vor Gebrauch sie schütteln. Und dies begreifen wir denn auch- denn zwecklos ist es nach Gebrauch. Auch Menschen gibt es ganz verstockte, wo es uns immer wieder lockte, sie herzhaft hin-und her zu schwenken- in Fluss zu bringen so ihr Denken. Ja, sie zu schütteln voller Wut. Doch lohnt sich nicht, dass das man tut. Man lass sie stehen an ihrem Platz samt ihrem trüben Bodenschatz!“

Man gibt ihnen jetzt die Orte, verleiht ihnen Gehör für Worte, die keiner hören will. Doch dann schweigt man still, weil, man hat es nicht gehört, war nicht ganz so noch empört. Man schaut nicht hin. Und die Empörung wird gestillt. Ja sehr beschwichtigt. Es ist ja alles nicht so wild. Ja nichtig. Udo, ein Opfer. Man opfert ihn. Der Böse. So ein Getöse, so ein Wind. Ein böser Bube. Wollte auch ganz vorne sein. Alles ist gut. Nicht so schlimm. Es tagt der Ball, es wird gesungen. Heldenplatz, das ist das ist das Ziel, errungen haben sie ganz viel!

Lassen wir sie doch endlich alle dort stehen mit ihrem trüben Bodensatz und geben ihnen nicht die geringste Chance zu agieren.

 

Vor 18 Jahren…

….ein Brief an Dich, meine liebe Pia!

Die Quadratur des Kreises habe ich nie ganz, aber allmählich verstanden, als sich mein Körper nach 9 Monaten dorthin bewegt hatte. Quadratisch, praktisch, gut abgerundet. Er war an Unförmigkeit kaum zu überbieten, aber die darauf folgende und daraus resultierende Darbietung (nicht ganz unanstrengend wohl bemerkt), war die Schönste in meinem Leben. Du warst plötzlich da!

Meine Schönheit! Zugegeben, anfangs war ich nicht ganz so sicher. Du warst etwas furchig, stirnrunzelig, als hätte alles noch nicht so seinen Platz in deinem Gesicht. Deine Schreie waren laut und fordernd. Dann auch wieder etwas leiser. Dann kam dein Lächeln. Unvergleichlich schön. Deine ersten Gehversuche. Deine ersten Worte. Alles hat dein Leben erweitert, und Meines ein Stück weit bereichert. Gemeinsam haben wir so viele schöne Momente erlebt. Meine nun so „erwachsene Pia“. Jeder Tag ist so schön mit dir. Heute, wie vor 18 Jahren. Ich liebe dich.

Jetzt bist du groß. Großjährig. Großartig warst du immer schon. Jetzt bist du noch größer an Menschlichkeit, an Reife, an erlernter Toleranz und an natürlicher Anmut. Ich bin schon sehr stolz auf dich. Und ich liebe dich.

Jetzt muss ich dich bald gehen lassen. Aber man winselt halt im Leben zweimal. Am Anfang, wenn’s schwer ist, und dann wenn’s so schön ist, beim Abschied……(Schti’s)

Diesen Bericht dürfte ich erst in zwei Tagen veröffentlichen. Irgendwann wurde beschlossen, dass man vorher weder gratulieren noch feiern darf.  Bringt angeblich Unglück. Warum eigentlich??? Ich bin überzeugt davon, dass das Leben sich nicht an so etwas hält. Es ist auch ein bisschen so, wie mit dem Haltbarkeitsdatum! Das hoffe ich doch sehr!

 

 

 

 

 

 

manu.factum.est. von.hand.gemacht.

Diese drei Worte begleiten mich schon sehr lange. Meine Begeisterung für das Handwerk hat sich schon sehr früh gezeigt. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich als kleines Mädchen an der Hand meiner Mutter zu unserem ortsansäßigen Korbflechter gegangen bin. Ich war immer sehr beeindruckt von dieser Handfertigkeit und der damit verbundenen Konzentration und Ruhe im Tun. Dann gab es noch den Rechenmacher, den Schmied und die alte Schusterwerkstatt. Das waren immer ganz besondere Erlebnisse. Es war wie ein Eintreten in eine andere Welt. Eine, die auf besonderen Fertigkeiten und Geheimnissen beruhte. Zumindest für mich damals.

Ich selbst bin 1988 mit dem Kunsthandwerk der Porzellanmalerei in Berührung gekommen und bin schließlich darin auch jahrelang verweilt. Es ist ein schöner Beruf. Er verbindet kunsthandwerkliches und zeichnerisches Können mit historischer Auseinandersetzung. Seit mittlerweile fast drei Jahrhunderten wird dieses alt tradierte Handwerk gelebt und praktiziert.

Aber da es ja noch andere manufakturelle Tätigkeiten gibt, bin ich ja inzwischen ausgebüchst und hab mich so umgeschaut. Es gibt eine ganz feine, kleine Lampenmanufaktur in Wien, die immer auch auf ganz besondere Wünsche eingeht und auch in Zusammenarbeit mit anderen Manufakturen kooperiert.Donauer design.

Es gibt wunderschön reduziert, handgefertigte Lampen, die für sich sprechen, in der Form, die sie sind. Aber dann etwas zu verbinden, dass auch zurückblicken lässt, dass die Haltung zur Handfertigkeit alt tradierter Handwerkskunst auch noch weiter leben lässt, finde ich persönlich sehr bemerkenswert.

Es gibt sie doch noch. Handwerkskunst. Das beruhigt. Es ist nicht immer mainstream, nicht die Art der Betrachtung im Sinne des gültigen  Duktus einer neu designten Welt. Aber auch. Und mehr und mehr gibt es wieder dieses Gefühl für eine gemeinsame Betrachtung alt hergebrachter Handfertigkeit. Manchmal auch neu interpretiert.manu.factum.est. von.hand.gemacht.http://www.donauerdesign.at/

Geschmack ist neutral.

Weihnachten….alle Jahre wieder…the show must go on….

…..dieses Lied von Freddy Mercury schätze ich sehr, nicht nur weil ich mit 15 Jahren schon eine so eingefleischter Queen Fan war….sondern weil ich glaube, dass das etwas ist, das in jedem von uns als großer Bestandteil existiert. Wie auch immer die Show aussehen mag.

Weihnachten, vorallem die Vor-Weihnachtszeit präsentiert sich ja immer in dem ganz besonderen Glanz kommerzieller Blüten, nebst der Solidarität, die als Solidarität verkauft wird. Man kann Vieles kaufen und wenn dabei etwas befriedet wird , dann umso besser. Weihnachten: in keiner Zeit des Jahres werden Gefühle so sehr bedient und gleichzeitig so ausgebeutet, dass es einem nicht nur in der Seele , sondern auch in der Tasche weh tut. Ein Fest so kommerziell hoch zu stilisieren, das im eigentlichen Sinne  geprägt wurde von der Geschichte einer zufluchtssuchenden Familie, das hat mehr denn je den Sinn und den Charakter dieses Festes in den Hintergrund gedrängt. Und es ist aktueller denn je.

Zuflucht. Ein widersprüchliches Wort. Es ist ein weg und es ist ein hin. Der Verlust auf der einen Seite sollte im besten Fall einen Gewinn auf der anderen Seite darstellen. Ausgleichend. Es lassen sich Werte nicht immer abwägen. Nicht in Gold.

Weihnachten. Das Fest der Nächstenliebe. Ein Fest des Gebens und des Schenkens. Und es darf es geben, es soll auch so sein.

Nichtsdestotrotz war Weihnachten für mich in diesem Jahr anders. Abgekoppelt von der Konsumwelt, hatte ich noch nie große Lust auf Weihnachtsklimbim und Punsch und all dem Glitzer drum herum. Es war mir immer auch ein Stück weit egal. Aber diese Weihnachten fand ich es manchmal störend und aufdringlich, ja penetrant. Die traditionell gesetzten Signale in jeder Auslage. Ein Kügelchen da, eine Lichterkette dort….ein Tannenzweig über den Sanitäranlagen und ein singender Engel über der Trachtenbluse. Genug. Es gibt genug für alle.

Ich denke und glaube, dass es einen neuen Blick auf Weihnachten und seine Botschaft braucht. Ein neues Miteinander. Es klingt wie ein frommer Wunsch, aber in Wahrheit ist es ganz einfach.

Es gibt Wünsche, es gibt Tatsachen und es gibt Möglichkeiten. Das eine schließt das andere ja nicht aus. The show must go on……ist für mich ein Leitsatz, den ich nie missen möchte, da ich weiß, dass wenn man  alles das, das man tut, immer dann für richtig findet,wenn man auch weiß, dass man es aus Liebe tut.

The show must go on*……… ist ein solidarischer Imperativ! hier und jetzt! „und alle Jahre wieder“ greift hier etwas zu kurz!

*Ps: ich liebe Weihnachten!

soviel zu: Weihnachten….alle Jahre wieder….the show must go on!

 

ohne Titel

Eine Streitschrift . Ein Verlangen. Nicht politisch. politisch motiviert. Menschlich.

Zu viele Worte wurden in der letzten Zeit gewechselt. Worte, die weh taten, Worte, die sich gut anfühlten, und Worte, die Orte fanden, wo Taten spürbar wurden. Ich bin eine Verfechterin der Worte, und der Taten. Dennoch weiß ich, dass manchmal Beides nicht möglich ist.

Viele Menschen, setzen Vieles in Gang. Wo gegangen wird, entsteht Bewegung. Zu gehen, bedeutet immer auch ein „von bis zu“. Sich dabei auch immer selbst in die Pflicht zu nehmen, das steht für mich für verantwortungsbewusstes Handeln.

Ich vermisse diese Sicht mehr und mehr. Dennoch motiviert.

soviel zum Thema, das für mich kein Thema ist, weil Menschlichkeit.

Alle Kategorien

31.12.2014. An der Stelle sollte jetzt wohl ein Jahresrückblick erscheinen. Aber warum eigentlich? Warum sollte man zurückschauen? Ist es der Blick zurück,der einem etwas versichert? Oder der Blick, der auch manchmal wichtig ist, um voranzukommen? Dahingestellt.

Blick bleibt Blick, wohin auch immer!

Und ich lasse mir nicht nehmen, einen frischen Blick ins neue Jahr zu wagen, und eine vage Vermutung anzustellen, dass das neue Jahr mit 1.Jänner beginnen wird, und, ob mit, oder ohne Feuerwerk, es wird einfach da sein. Wie schön. Ich freue mich darauf.

Dann möchte ich es ganz herzlich begrüßen. 2015 here to come!

 

Sentio ergo sum!

oder,ein Plädoyer für: denken, lieben und fühlen! Alles miteinander?

Ein kurzer Ausflug in die Poesie:

Komm her und stell dich-                                                                                 Grübelmonster! sonst fordere ich dich                                                                               zum Duell-und so schnell                                                                                                     kannst du gar nicht denken,                                                                                               denn Gibberish*, werd ich dich                                                                                           aus dem Kreis dann lenken! (B.Steiner)

* Gibberish ist eine englische Bezeichnung für eine Sprache ohne Inhalt. Manchmal brauchen wir eine andere Achtsamkeit und Aufmerksamkeit, wenn wir uns zu lange mit Gedanken-Dingen beschäftigen. Gerade die Sprache eröffnet, im Geschriebenen, einen  unfassbaren Wortschatz und ein Ideenreichtum, derer wir unser immer bedienen können. Mit dieser „Break Technik“ lassen sich Gedankenströme neu entfalten. (Huppertz M.,2011)

Eine andere Variante bedient sich der Gedankenmelodie. Wenn sich ein Gedanke ganz hartnäckig hält, und immer wieder seinen Platz ganz vorne einfordert, dann kann ich diesen in eine bekannte Melodie ( es muss ja nicht *Rise like a Phoenix* sein) umwandeln. Eine erprobte und wunderbare Melodie dazu ist „Auf der Mauer auf der Lauer“…..hitverdächtig! aber auf jeden Fall ( kommt hier „Alle meine Entchen“ auch in die engere Wahl.)

Wenn wir uns manchmal einer anderen Art von Schriftsprache und Sprachmelodie bedienen, einer, die nicht immer der Vernunft und dem Verstand dient, um uns, mit den kreativen Teilen in uns, zu verbünden, dann passiert auf wundervolle Weise das, wonach wir uns manchmal aus tiefstem Herzen sehen: Klarheit!

Etwas das klar ist, ist transparent, und somit kann ich es einordnen. Es verlangt keine weitere Beachtung mehr. Ich kann es in mein Verständnis integrieren. Auch unsere Gedanken verlangen manchmal nach neuer Integration. Aber auch hier bedarf es immer wieder einer neuen Aufmerksamkeit. Cogito ergo sum. ( ich denke, also bin ich) Ein, meiner meiner Meinung nach zu kurz gefasster Begriff, Mensch zu sein. Amo ergo sum. (Ich liebe, also bin ich) Ein Ansatz, den ich sehr befürworte, und jedem ans Herz lege.

Ich möchte dieses Ichbewusstsein um eine Nuance erweitern und in Verbindung setzen. Sentio ergo sum. ( Ich fühle, also bin ich)

Niemand sonst als ich denkt , niemand sonst als ich liebt, und niemand sonst als ich  fühlt ! So wie jeder einzelne Mensch. Und all das ergibt, ein Wir.  Diese Vielfalt in uns, ist, eine Vielfalt im Wir.

Ich denke, zu lieben, ist eine Forderung an uns, sich unseren Gefühlen zu stellen.

(Cogito ergo sum, Amo ergo sum, Sentio ergo sum)                                       „Integrationsarbeit“

 

 

Ein „endlich Ferien“…..

…….hat sich heute über tausende von Schülern, Eltern und Lehrern wohlwollend in einem fast „hörbarem“ Aufatmen eingestellt. Eine lang ersehnte Entspannung folgt einer Zeit, die sich in den letzten Wochen mehr als fordernd präsentiert hat. Gerade so, als wollte sich das ganze Jahr noch einmal mit aller Kraft gegen einen Neubeginn stemmen, und wir, mittendrin, uns nichts sehnlicher wünschend, als eine Zeit, die sich auch an das erinnert, das in uns immer schlummert und wenig Beachtung findet.

Wir sind aufgefordert zu reüssieren. Dazu habe ich mir ein paar Worte von Afschin Kamrani geliehen und bin dankbar, dass eine liebe Freundin sie mit mir geteilt hat.

Stille:
Unsere Seele erblüht in der Stille.

Dankbarkeit:

In der Stille erfahren
wir eine tiefe Dankbarkeit.
Innerer Frieden:
Durch die Dankbarkeit erfahren wir
einen tiefen inneren Frieden.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine von Stille und Dankbarkeit geprägte Zeit, die sich friedvoll und ganz besonders freudig äußert….