Die zweite Maus….oder wie Entscheidungen unser Leben beeinflussen

Täglich sind wir mit so vielen Entscheidungen konfrontiert, die sich manchmal einfach nur abspulen wie ein Faden, und dann gibt es wieder welche, deren Entscheidungsfindung nicht und nicht gelingen mag. Es beginnt meist schon früh morgens mit dem Läuten des Weckers. Soll ich gleich aufstehen oder erlaube ich mir noch diese 5 Minuten, die die Entscheidung dann auch nicht leichter machen, aber so ein bisschen wie ein Austricksen auf unsere Psyche den kleinen, feinen Bonuseffekt ergeben. So nenne ich das jetzt mal ganz salopp. Und dann stehen sie schon Schlange, all die anderen Entscheidungen. Kaffee, oder doch mal lieber Tee? Müsli, nein, Brot, ja was drauf? Was ziehe ich an? Anlass? Wetter? hab ich überhaupt das richtige zum Anziehen?

Danke Gewohnheit, da bin ich froh, dass ich hier selten Stress habe. Die meisten Entscheidungen werden schnell getroffen. Sei es jetzt mangels Zeit oder auch aus Macht der  Gewohnheit. Beides gültig. Und ich möchte auch keine Entscheidung dem Einen vorziehen.

Aber, als notorische Morgenmüfflerin, mehr geht dann aber auch aus zeitlichen Gründen nicht, steht  aber immer wieder eine Entscheidung an. Und, mir dann noch um das richtige Frühstück Gedanken machen? Nein, zu viel.  Entscheidung gefallen, Frühstück gecancelt. Und außerdem ist der Tag eindeutig zu jung für mich. Schließlich ist der morgendliche Zeitrahmen auch noch ausgestattet mit einem intensiven Belebungsversuch meiner Teeny Kinder, die sich leichenblass aus dem Bett erhoben, einmal an den Tisch setzen, und nach Erstversorgung verlangen. Ich kann es ja verstehen.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“, da muss ich auch passen, aber die Vorstellung, dass ja die zweite Maus auch den Käse bekommt, gefällt mir da ja schon viel besser.

Entscheidungen. Immer sind sie da, und manchmal auch so lästig, dass man richtig wütend werden kann. So penetrant. Aber ich muss schon sagen, die andere Seite der Entscheidung, ist schon auch sehr spannend und auch willkommen. Es scheidet dadurch auch immer etwas aus dem Leben. Das eröffnet neue Möglichkeiten und auch Wege.

Ich weiß nicht, warum es heute ist, abgesehen davon, dass 1.06. ein schönes Datum ist, aber ich habe mich heute durch gerungen, wahrscheinlich auch, weil ich wieder einmal ein Video über die so verwerfliche Massentierhaltung gesehen habe. Ich habe eine Entscheidung getroffen. Ich werde kein Fleisch mehr essen, solange solche Bedingungen herrschen, und die Politik nicht endlich einmal diesem Raubkapitalismus Einhalt gebietet, und einer würdigen Agrarpolitik und Lebenshaltung folgt.

Ich werde durch  diese Entscheidung  nichts Großes bewegen, aber das ist auch nicht meine Intention. Im Gegenteil. Kleine Schritte sind möglicherweise die beste Fortbewegung, da sie unaufhaltsam geschehen, weil sie gehen.

Bewegung. Entgegen. Oder Füreinander.

Wofür man sich entscheidet, liegt letztendlich in einem selbst. Entscheidung!

 

 

 

 

 

Jahrhundertfrauen

Dieser Titel stammt nicht von mir. Es ist ein Film, der gerade im Kino läuft. Der Titel alleine hat mein Interesse nicht geweckt. Auch nicht die Besetzung. Es ist ein Film über das Erwachsenwerden, der beiläufig eine ganze Epoche portraitiert. Wie viele Auseinandersetzungen dazu gibt es dazu bereits ? Ist auch egal.

Ich habe ihn mir angeschaut. Ich wollte einfach wissen, was dahinter steckt. Und ich muss zugeben, ich war überrascht. Erlebniswelten unterschiedlichster persönlicher,  historischer und kultureller Entwicklungen lassen sich unschwer auf einen Nenner bringen. Und dennoch, es gelingt in diesem Film einen Spannungsbogen her zu stellen, der Frauen so beleuchtet, dass sie in der ihrer innewohnenden Kraft und gleichzeitig existierenden Verletzlichkeit, niemals als Verlierer oder Gewinner da stehen. Vielmehr zeichnet der Film den Umriss des Lebens in so wunderbaren Weise nach, dass es Situationen im Leben gibt, deren Konsequenz man sich manchmal nicht im Geringsten  bewusst ist, aber, durch das Vertrauen in die eigene Kraft, und die der Beziehung zu den anderen, der Entwicklung stand hält.  Inhalte generieren sich immer wieder von Neuem. Es ist, glaube ich, keine Frage der Zeit, es ist vielmehr eine Frage der Haltung und der Aufgeschlossenheit gegenüber den Zeichen der Zeit. Und, wie wunderbar, 1979,  es wird hemmungslos geraucht.

„Prädikat“ sehenswert. Ein Prädikat wird meist durch ein Verb gebildet. Hier vielleicht zwei: sehen und hören!

217 Treffer in der Berufswahl, oder: Die Sensibilät über die Realität am Arbeitsmarkt!

Was nun?

Ein Berufsinteressentest der AK Oberösterreich hat mir 217 Berufe attestiert. Zuerst war ich tief beeindruckt, ob der Auswahl, aber dann wurde ich auch etwas stutzig. Aktuell übe ich drei Berufe aus, aber  keiner davon ist in diesem Test enthalten. HHHMM? Bin ich jetzt fehl am Platz?, übe ich die falschen Berufe aus?, oder  arbeite ich entgegen meiner Fähigkeiten, Neigungen und Interessen?

Tatsache ist, dass ich das, was ich tue, gerne mache, wenn auch der Weg dahin nicht immer geebnet war, und ich wahrscheinlich nicht immer einer „als konventionell geltenden beruflichen Laufbahn“ gefolgt bin. Aber gibt es eine solche denn überhaupt noch?

Warum ich mich mit diesem Thema gerade beschäftige, ist mein erst jüngst und neu erworbener Job als Trainerin in einer Jugendwerkstatt. Hier liegt meine Aufgabe darin, Jugendliche auf den Arbeitsmarkt vor zu bereiten. Keine einfache Aufgabe. Muss ich zugeben.

Interessen, Neigungen, Talente, all das wird ausgelotet. Da gibt es ganz viele Potentiale, ja. Allerdings solche, die sich im Laufe der vergangenen Schuljahre nicht wirklich entfalten konnten. Was in den meisten Fällen bleibt, ist ein Querschnitt an schulischer Mittelmäßigkeit (wenn überhaupt) , der sich mit dem sozialen Hintergrund (meist defizitär) vermengt, und letztendlich immer zu einem unzureichenden, nicht zufrieden stellenden Output  führt, die doch so viel in sich tragen. Immer noch. Was dann?

Ich habe mit meinen Teilnehmern auch diesen Berufsinterssentest gemacht. Sie konnten damit nichts anfangen, zu recht. Sie wurden alle nicht auf das Leben vorbereitet. Schule wird  bis dato genauso abstrakt gelehrt, wie ein generierter Test Ergebnisse ausspuckt, der zu einer Berufswahl rät.

Ich bin manchmal ratlos. Die Schere zwischen Bildung und realer Forderung am Arbeitsmarkt klafft inzwischen so auseinender, dass es andere Lösungen braucht. Ich wünsche mir ein mehr an persönlicher, politischer Bildung, und eine konkretere Sicht, als eine 217 Treffer Sicht am Arbeitsmarkt.

Manchmal bin ich wütend, ob des Systems. Ich sehe junge Menschen, die straucheln, weil ihnen im System kein Platz geboten wird. Dann bin ich wieder wütend, weil das System von jenen so schamlos ausgenützt wird. Und dann besinne ich mich, und ich sehe sie alle, als die Jugendlichen, die dort sind, wo sie sind. Als Symptomträger des Systems.

Ab da fängt meine Arbeit wieder an. Ich liebe sie.

Soviel: zum Thema Berufswahl und Realität am Arbeitsmarkt

manu.factum.est. von.hand.gemacht.

Diese drei Worte begleiten mich schon sehr lange. Meine Begeisterung für das Handwerk hat sich schon sehr früh gezeigt. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich als kleines Mädchen an der Hand meiner Mutter zu unserem ortsansäßigen Korbflechter gegangen bin. Ich war immer sehr beeindruckt von dieser Handfertigkeit und der damit verbundenen Konzentration und Ruhe im Tun. Dann gab es noch den Rechenmacher, den Schmied und die alte Schusterwerkstatt. Das waren immer ganz besondere Erlebnisse. Es war wie ein Eintreten in eine andere Welt. Eine, die auf besonderen Fertigkeiten und Geheimnissen beruhte. Zumindest für mich damals.

Ich selbst bin 1988 mit dem Kunsthandwerk der Porzellanmalerei in Berührung gekommen und bin schließlich darin auch jahrelang verweilt. Es ist ein schöner Beruf. Er verbindet kunsthandwerkliches und zeichnerisches Können mit historischer Auseinandersetzung. Seit mittlerweile fast drei Jahrhunderten wird dieses alt tradierte Handwerk gelebt und praktiziert.

Aber da es ja noch andere manufakturelle Tätigkeiten gibt, bin ich ja inzwischen ausgebüchst und hab mich so umgeschaut. Es gibt eine ganz feine, kleine Lampenmanufaktur in Wien, die immer auch auf ganz besondere Wünsche eingeht und auch in Zusammenarbeit mit anderen Manufakturen kooperiert.Donauer design.

Es gibt wunderschön reduziert, handgefertigte Lampen, die für sich sprechen, in der Form, die sie sind. Aber dann etwas zu verbinden, dass auch zurückblicken lässt, dass die Haltung zur Handfertigkeit alt tradierter Handwerkskunst auch noch weiter leben lässt, finde ich persönlich sehr bemerkenswert.

Es gibt sie doch noch. Handwerkskunst. Das beruhigt. Es ist nicht immer mainstream, nicht die Art der Betrachtung im Sinne des gültigen  Duktus einer neu designten Welt. Aber auch. Und mehr und mehr gibt es wieder dieses Gefühl für eine gemeinsame Betrachtung alt hergebrachter Handfertigkeit. Manchmal auch neu interpretiert.manu.factum.est. von.hand.gemacht.http://www.donauerdesign.at/

Geschmack ist neutral.

Ist Glück gleich Gelassenheit? Oder gleicht das Glück purem Zufall?

Ich weiß, das Thema ist beinahe ausgeschöpft, und vielleicht auch ermüdend. Mir  ist aber kürzlich eine Zen-Geschichte in die Hände gefallen (Zufall, oder nicht?), indem die Frage zum Geheimnis des Glücks gestellt worden ist. Ich weiß, Glückstheorien und Definitionen gibt es tausendfach, und Ratgeber auch. Aber darum geht es mir nicht. Eine Frage daraus, die auch auf die Gelassenheit und Zufriedenheit bezogen war, und diese ja eng im Zusammenhang mit dem Glück zu stehen scheinen, wurde wie folgt beantwortet:

„Aus dem Herzen kommendes, uneingeschränktes Einverständnis mit dem Unvermeidlichen.“

Ich muss  zugeben, ich war von dieser Antwort sehr beeindruckt. Ich hab sie immer und immer wieder gelesen, und sie hat mich sehr berührt. Warum? Ich glaube, weil es für mich eine so schön formulierte, durchdachte und schonungslos ehrliche Sicht darauf ist. Kein wenn und aber. Kein womöglich. Kein was wenn dann? Ein Erleben des Moments, der nicht gespeist wird von Möglichkeiten und Erwartungen. Ein Zustand jener Realität, die  eben mit dem bewussten Einverständnis des Unvermeidlichen einhergeht. Erst dann kann es womöglich auch Zufall sein.

Zu einem meiner Lieblingssprüche zählt ja auch immer: „Das Glück is a Vogerl“. Ja, durchaus. Denn, wenn man es aus dem Blickwinkel der sich ständigen Veränderung  betrachtet, dann  kommt mit jedem Flügelschlag auch die Zufriedenheit ins Spiel, die auch dazu beiträgt, dass eine Leichtigkeit in dem Unvermeidlichen spürbar wird. Womöglich.

Es gibt wahrscheinlich viele Antworten auf Fragen. Für mich hat sich wieder etwas in einer Weise beantwortet, indem ich mich auch ein Stück weit mehr kennen gelernt habe. Wahrscheinlich hab ich einfach auch sehr viel Glück im zufriedenen Zufall…..oder in der gelassenen Unvermeidlichkeit…..?

Zum Glück gibt’s jetzt kein Foto, denn das  sprengt jetzt meine Vorstellungskraft, weil’s ja denn dann (unvermeidlich) auch so viele wären……

Sovielel  zum Thema: Glück……auch wenn keiner etwas darüber lesen möchte.

 

 

 

Für Pia

Ich war in letzter Zeit sehr nachlässig mit meinen Berichten…aber ganz und gar nicht nachlässig mit „Leben“. Ich durfte wundervolle Tage im Salzkammergut verbringen und die Ernte, wenn man das so nennen kann, ist ein Gedicht, das ich für meine Tochter geschrieben habe, und natürlich auch für alle, die sich damit identifizeren können.

Für Pia

Sometimes there is a crack in the flow,and when ever you know, and realize this  crack in the flow – it’s up to you, and you are having the chance to go! and on the other side-love and  awareness is wide! turn this page, because there are so many ways to come-and take this new stage! love seems  to be a hard way to go-but what ever you should  know:

love should come easy! although!

 

Jeder Tag…

Jeder Tag, ein Abschied, oder die wiedergewonnene Erkenntnis  bedingungsloser Liebe!

Das klingt gerade so, als würde ich etwas erfahren haben, das es so nicht gibt, oder gerade eben, es genau deswegen gibt, weil Beides sich nicht ausschließt. Einatmen, Ausatmen. Dann möchte ich einmal einen Blick darauf werfen.

Ich habe meine Mutter eine Woche vor ihrem Tod gesehen, und mit ihr einige Stunden verbracht, nicht wissend, dass es das letzte Mal war. Aber rückwirkend betrachtet, war es eine sehr bewusst gelebte, intensive Zeit, die das beinhaltet hatte, worin auch für mich diese Begegnung in der Weise stattgefunden hat,  wie sie beinahe immer war. Nämlich, dass wir uns annehmen konnten, wie wir sind. In all unserer Unvollkommenheit, in all unseren Stärken und Schwächen. Es beruhte auf Gegenseitigkeit. Wir wussten voneinander. Und übten uns darin, auch zu akzeptieren. Unsere Gespräche hatten nicht mehr die gleiche Intensität wie früher, aber sie waren ehrlich, und so gemeint, wie sie waren. Wir hatten Blickkontakt und Berührung. Wir waren uns nahe.  Nach so vielen Jahren, und nach so vielen Ungereimtheiten, die es auch immer wieder gab.

An Dich, liebe Mama!

Wie sehr bewundere ich immer noch deine Bereitschaft, etwas an zu nehmen, wo ich wusste, dass du dir das so anders gewünscht hättest. Aber du hast immer das Wollen und Streben deiner Kinder und deiner Mitmenschen rund um dich akzeptiert. Weil du immer der Mensch warst, mit der Überzeugung, dass Menschen aus ihrer Liebe, Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit und Überzeugung heraus handeln, und für sich selbst am besten wissen, und dass am besten können, was sie können, warst du immer im Einklng mit dir und der Natur.  Selbst zu sein, das war immer dein Credo. Und nicht aus lauter Selbstsucht, dem zu verfallen, dass es den Beifall auch von außen braucht.  Das war dir zuwider, und du hattest es auch nicht nötig. Du hattest wenig . Wenig Mitteln, um ein Leben sorglos zu führen. Aber du hattest immer die Mitteln, um weiter zu gehen, um Sorgen los zu werden, und darin zu wachsen. Damit konntest du nach vorne blicken, und weiter gehen.  Und das wolltest du immer.

Du bist jene Frau, von der ich lernen konnte, dass nicht Herkunft zählt, um etwas zu erreichen, sondern , ein Wille, der gestärkt ist von dem Glauben, dass, wenn man das erreichen will, wofür man die Kraft hat, dann kann man über alle Grenzen hinweg das schaffen, wofür es gilt zu leben.  Das hast du mit deinem Leben bewiesen. Deine unabänderliche Kraft, dein Humor und dein Lebenswille. So erlebt mit dir. Danke! Wunderbare Frau und Mutter!

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soviel zu: Jeder Tag, ein Abschied, oder die wiedergewonnene Erkenntnis bedingungsloser Liebe!

 

BEGEGNUNGEN

Mein Heimatort Großraming liegt im wunderschönen Ennstal, eingebettet in das Alpenvorland, Teil der Region Nationalpark Kalkalpen. Aber nicht nur die Natur ist hier besonders schön und reich an Vielfalt, es gibt hier auch etwas, das sich in den Tälern und Gemeinden unseres Landes noch nicht wirklich durchgesetzt hat, und in weiten Teilen des Landes Schule machen sollte. Warum?

Seit November 2014 sind in Großraming, einer knapp 3000 Seelengemeinde (Oberösterreich), 50 (aktueller Stand 61) Flüchtlinge beheimatet. Durch die mittlerweile großartige Initiative einer Plattform, die sich aus ehrenamtlich engagierten Großraminger_Innen zusammensetzt, und aktiv an der Integration der Menschen arbeitet, hat sich hier Vieles getan. Es wurde ein Begegnungscafe eröffnet, das in den Räumlichkeiten eines pensionierten Ehepaares, die ein Geschäft geführt hatten, eingerichtet wurde. Hier findet Begegnung und Austausch statt. Hier werden Kleider und Alltagsgegenstände ausgegeben. Hier wird deutsch gelernt. Die Großraminger_Innen sind eingeladen die Menschen, die großteils aus Syrien kommen, aber auch aus Afghanistan, Irak, Iran und der Ukraine, kennen zu lernen und Berührungsängste abzubauen. Und wo sonst könnte das besser funktionieren als bei Kaffee und Kuchen? Es funktioniert.

Ich war im Cafe mit meiner Mutter. Meine Mutter wird 85 Jahre. Sie hat als Kind noch den zweiten Weltkrieg mit erlebt, ist aufgewachsen in Armut, und weiß was es bedeutet, Entbehrungen, Angst und Not zu leiden.

Sie ist eine aufgeschlossene Frau.                                                                                   Natürlich gab es auch bei ihr anfangs Unsicherheit und Sorge vor „dem Fremden“, aber ihre Bereitschaft dem zu begegnen, ist groß. Sie ist neugierig und geht auf Menschen zu. Sie besitzt die wunderbare Gabe ihr Herz für Menschen zu öffnen und sich für Andere zu interessieren. Kommuniziert wird mit Händen und Füßen, und Manche können sich auch schon gut verständigen. Es war großartig!

Was ich heute wieder erfahren habe, ist, dass Integration, wenn sie gelebt wird, eine erfahrbare Realität ist, die so bereichernd sein kann. Man muss es nur wollen.

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Weihnachten….alle Jahre wieder…the show must go on….

…..dieses Lied von Freddy Mercury schätze ich sehr, nicht nur weil ich mit 15 Jahren schon eine so eingefleischter Queen Fan war….sondern weil ich glaube, dass das etwas ist, das in jedem von uns als großer Bestandteil existiert. Wie auch immer die Show aussehen mag.

Weihnachten, vorallem die Vor-Weihnachtszeit präsentiert sich ja immer in dem ganz besonderen Glanz kommerzieller Blüten, nebst der Solidarität, die als Solidarität verkauft wird. Man kann Vieles kaufen und wenn dabei etwas befriedet wird , dann umso besser. Weihnachten: in keiner Zeit des Jahres werden Gefühle so sehr bedient und gleichzeitig so ausgebeutet, dass es einem nicht nur in der Seele , sondern auch in der Tasche weh tut. Ein Fest so kommerziell hoch zu stilisieren, das im eigentlichen Sinne  geprägt wurde von der Geschichte einer zufluchtssuchenden Familie, das hat mehr denn je den Sinn und den Charakter dieses Festes in den Hintergrund gedrängt. Und es ist aktueller denn je.

Zuflucht. Ein widersprüchliches Wort. Es ist ein weg und es ist ein hin. Der Verlust auf der einen Seite sollte im besten Fall einen Gewinn auf der anderen Seite darstellen. Ausgleichend. Es lassen sich Werte nicht immer abwägen. Nicht in Gold.

Weihnachten. Das Fest der Nächstenliebe. Ein Fest des Gebens und des Schenkens. Und es darf es geben, es soll auch so sein.

Nichtsdestotrotz war Weihnachten für mich in diesem Jahr anders. Abgekoppelt von der Konsumwelt, hatte ich noch nie große Lust auf Weihnachtsklimbim und Punsch und all dem Glitzer drum herum. Es war mir immer auch ein Stück weit egal. Aber diese Weihnachten fand ich es manchmal störend und aufdringlich, ja penetrant. Die traditionell gesetzten Signale in jeder Auslage. Ein Kügelchen da, eine Lichterkette dort….ein Tannenzweig über den Sanitäranlagen und ein singender Engel über der Trachtenbluse. Genug. Es gibt genug für alle.

Ich denke und glaube, dass es einen neuen Blick auf Weihnachten und seine Botschaft braucht. Ein neues Miteinander. Es klingt wie ein frommer Wunsch, aber in Wahrheit ist es ganz einfach.

Es gibt Wünsche, es gibt Tatsachen und es gibt Möglichkeiten. Das eine schließt das andere ja nicht aus. The show must go on……ist für mich ein Leitsatz, den ich nie missen möchte, da ich weiß, dass wenn man  alles das, das man tut, immer dann für richtig findet,wenn man auch weiß, dass man es aus Liebe tut.

The show must go on*……… ist ein solidarischer Imperativ! hier und jetzt! „und alle Jahre wieder“ greift hier etwas zu kurz!

*Ps: ich liebe Weihnachten!

soviel zu: Weihnachten….alle Jahre wieder….the show must go on!