Weihnachten

oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, in jedem Raum ein Traum. Aufgeputzt und hergerichtet, steht sie jetzt da, wie jedes Jahr.

Jedoch ihre Nichte, die Fichte, die, die so viel sticht, beachtet man halt dann auch nicht.

Es gibt ja so Tendenzen. Man darf ja schließlich Bäume noch ausgrenzen.

Sonst hört sich ja hier alles auf, wenn ich mir eine Nordmanntanne kauf.

Mitnichten. Da kommt das Raunen von der Fichten.

Bin ich schlechter, nur weil ich mehr steche?

Da geht es jetzt so hin und her, ganz ewig geht der Briefverkehr, zwischen den beiden Nichten.

Niemand, bisher, konnte das jemals schlichten.

Wer hat mehr wert, wer wiegt viel mehr? Wer wurzelt wo, wo kommt wer her?

Es bäumt sich auf. Jeder will mehr.

Jetzt, ja jetzt, erwartet man ein versöhnliches Ende.

Doch. So schnell geht es wohl nicht. Verlangt nach einer Wende, die besticht.

Am ENDE gibt es womöglich auch Vernunft, und ein Leben, und jedem Baum seine angemessene Unterkunft!

Weihnachten überall!

 

 

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