Wozu das Ganze?

oder das Leben der Ikea Philosophie!

Ich möchte mich einmal abseits der Farben, ganz dem „Sein“ widmen, oder vielmehr der Annäherung an das, was das Sein ausmachen kann, darf, will und vielleicht soll. Bestimmt hat jeder dazu seine eigene Sicht. Und das ist gut so. Aber sich wieder einmal  damit zu beschäftigen, lässt womöglich wieder einen neuen Blick darauf werfen. Einen Versuch ist es wert.

Sein, so sein, jetzt sein, eine wie man weiß, aus allen spirituellen Dogmen erklärtes Ziel jener Präsenz, die Vergangenes aufhebt und Zukünftiges nicht herbeisehnt. Die Wahrnehmung, die einem im Moment der Existenz genau das vermittelt: Unmittelbarkeit! Welch Wort! Diese Form der direkten, ursprünglichen und ehrlichen Art zu sein. Klingt simpel. Aber tatsächlich befinden wir uns tagtäglich mit vielen Situationen konfrontiert, die einer unmittelbaren Reaktion äußerst abträglich sind. Entscheidungen. Unsere Filter tasten nach Handlungsspielraum. Im Überprüfen, adäquat zu handeln, spielt sich im Hintergrund ein Zeitschema ab, dass sich in einem „war-ist-wird“ Durchlauf befindet, und bestenfalls, prompt in der Konsequenz daraus, in eine direkte Entscheidung mündet. So sein. Hier liegt eine sehr starke Urteils-und Entscheidungsfähigkeit dem Sein zugrunde.

Ganz anders verhält sich das Sein im kreativen Bereich. Ein Projekt, auf das ich erst kürzlich gestossen bin, beschäftigt sich mit der Begrünung von Gebäuden und nennt sich auch das “ Vertical Farm Project“. Die Sehnsucht der Städter nach dem Grün, wird hier zur Aufgabe im öffentlichen Erscheinungsbild. Die Begrünung der Fassaden, vertikal. „Sein im Werden“. Interaktiv und Teil einer neuen Entwicklung, stellt vielleicht auch hier den Versuch im „Jetzt sein“ auf Probe, schon fortschrittlich, da bereits prognostiziert wurde, dass  im Jahre 2050, 80% der Bevölkerung sich in Städten aufhalten werden, und eine Form des „urban gardenings“ unabdingbar sein wird. Ausweg nach oben?

Und da scheint  noch etwas zu sein, die Ikea Philosophie. Warum schafft ein Konzern soviel an Wohlgefühl im Hier und Jetzt, obwohl sich jeder über die  Gebrauchsanleitung ärgert und am Ende darüber freut, dass es doch geschafft wurde?.Vielleicht verhält es sich mit dieser Erkenntnis ebenso, wie mit der Tatsache, dass man sich freiwillig am Samstag in den Bus setzt, oder  sein Auto anwirft, um an etwas teil zu haben, dass einem das Gefühl vermittelt: hier kann ich so sein, wie ich bin: ein  Raumgefühl, Wohlfühlatmosphäre, ich darf ausprobieren, ich habe ein zuhause, dass alles bedient. Selbst Kulinarisches. Ich muss nichts kaufen, und am Ende gehe ich zumindest mit 100 Servietten oder neuen Polsterüberzügen nach Hause, aber immer noch mit einem guten Gefühl von  „Sein“. Partizipation.

Ja, mit dem Sein ist es nicht einfach, und doch sind wir alle im Sein oder doch mehr im Tun? Vielleicht ist das Sein ohne dem Tun nicht wirklich existent? Tun wir zu viel oder zu wenig um zu sein? Wozu das Ganze?

Ich lade euch ein, euch diesem Thema zu stellen.

Soviel zum Thema. Wozu das Ganze: Partizipation!

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