Frühling lässt sein blaues Band……….

……….flattern durch die Lüfte,                                                                                            süße wohlbekannte Düfte,                                                                                                     streifen ahnungsvoll das Land.                                                                                               Veilchen träumen schon,                                                                                                        wollen balde kommen!                                                                                                           Horch, ein leiser Harfenton!                                                                                                Frühling, ja du bist’s!                                                                                                                Dich, hab ich vernommen! ( Eduard Mörike)

Der März. Ein Monat, der ganz im Zeichen des Schreibens und Dichtens steht.  Gerade das Frühjahr, im Erwachen der Natur, steht auch für das Erwachen aller Sinne, und war immer schon eine Zeit neuer Inspiration. Das Immerwährende Kommen und Gehen, das sich im Frühling augenscheinlich neu formuliert, erinnert uns an eine besondere Kraft des Daseins. Der Schönheit, des sich immer wieder neu Gestaltens.

Diese wundervolle Darbietung der Natur vollzieht sich ohne unser Zutun. Es geschieht. Und wir sind mittendrin. Bloß bietet unsere Zeit manchmal nicht einmal den Blick auf  Wesentliches. Im Wandel, und der Anforderung der Zeit, wo wir uns tagein-tagaus befinden, können wir oftmals diese wunderbare Kraft der Erneuerung nicht mehr wirklich erfassen. Einen Weg, den wir hier gehen können, ist der, der unsere Wahrnehmung wieder darauf lenkt.

Ich nenne es, den Weg des WWW.                                                                         WERDEN-WACHSEN-WEICHEN. Um bei der Natur zu bleiben; Jedes Blatt, das im Herbst den Boden berührt hat, wird im Frühjahr wieder zu neuem Leben erweckt. Der ewige Kreislauf. Ein Blatt, das kann auch Papier sein. Gewonnen aus Pflanzen. Papier, als Träger einer sich immer wieder erneuernden Kraft, ein Ort des „Werdens“. Worte, die aus sich heraus „wachsen“, um zu erneuern, zu werden, oder aber auch den Raum bieten, um etwas „weichen“ zu lassen.

Ein Blatt, ein Papier.                                                                                              Wiederverwertbar, in jeder Hinsicht.                                                                                    Als Speicher. Als Kraftort. Als Ideenpool. Als Ladezone. Als Gedankenträger. Als Wärmeträger. Als Kapital. Schreiben, als Erneuerung.

WERDEN, WACHSEN und WEICHEN: WWW.

und im Übrigen: bin  ich für mehr Alltagspoesie.

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